Gemeindevertreter verabschieden einstimmig das Zahlenwerk für 2016

Hohenrodaer Haushalt: Überschuss macht alle froh

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Oberbreitzbach. Die Hohenrodaer Gemeindevertreter sind froh darüber, dass es nun schon im zweiten Jahr hintereinander gelungen ist, einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren. „Wir werden sogar einen Überschuss von knapp 10 000 Euro ausweisen. Somit können wir optimistisch in das Jahr 2017 übergehen und den Schutzschirm beiseite legen“, freut sich Bürgermeister Andre Stenda.

Denn nach den Vorgaben des Landes Hessen steht auch Hohenroda in der Pflicht, ab 2017 wieder einen nichtdefizitären Haushalt zu präsentieren. Das dürfte nach Lage der Dinge und mit Blick auf die positiven Zahlenwerke für 2015 und 2016 gelingen.

Kein Sparhaushalt

Jedoch handele es sich nicht um einen reinen Sparhaushalt. Rund 900 000 Euro werden in Hohenroda investiert. So werden 250 000 Euro in die Renovierung des Kindergartens Ausbach sowie bereits refinanzierte 165 000 Euro in den Ausbau des Radwegs Mansbach in Richtung Thüringen gesteckt, wie Käthe Göttlich für die SPD anmerkte. „Und bei all diesen Investitionen sind ein Kreditbedarf von 108 000 Euro und eine Netto-Neuverschuldung von etwa 15 000 Euro okay“, so die Sozialdemokratin. Mit Blick in die Zukunft hofft sie auch weiterhin auf eine gute Finanzausstattung der Kommunen, damit diese lebensfähig bleiben könnten.

Für Emil Kümmel (FWH) stellt der Haushalt 2016 keine Eintagsfliege mehr dar: „Die aktuelle Finanzentwicklung macht deutlich, dass wir uns mit großen Schritten dem Tunnelende nähern. Zudem ist der Haushalt nicht auf Kante genäht. Es besteht sogar ein Puffer.“ Für ihn sei es zudem unabdingbar, die begonnene Konsolidierung der Gemeindefinanzen mit Nachdruck fortzusetzen. „Wenn sich alles weiter so gut entwickelt, können wir vielleicht auch wieder daran denken, die Bürger über niedrigere Gebühren wieder zu entlasten“, so Kümmel.

Rita Schneider (FDP) und Uwe Berk (CDU) sind ebenfalls voll des Lobes. „Unsere Bemühungen tragen Früchte. Wir blicken positiv in die Zukunft“, so Berk. Und Schneider hofft, dass es in der Zukunft wieder möglich wird, gewisse Projekte in Angriff nehmen zu können, für die bisher kein Geld dagewesen ist.

Von Mario Reymond

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