Eiterfelder Ortsteil ist im Jahre 815 erstmals urkundlich erwähnt worden

Treischfeld feiert vier Tage lang

Treischfeld lädt für den 12. bis 15. Juni an Gäste aus nah und fern zum Jubiläum ein. Foto: Christa Desoi

Treischfeld. Vier Tage lang, vom 12. bis 15. Juni, wird in Treischfeld das 1200-jährige Bestehen gefeiert. Der Veranstalter, der Bimbel- und Wanderverein, hat ein breites Kulturprogramm zusammengestellt. Gäste sind herzlich willkommen. Die Veranstaltungen finden im Festzelt nahe des Vereinshauses in der Hellenbergstraße statt.

Zum Auftakt, lockt am Freitag, 12. Juni, ab 20, die Disco mit „DJ Matze“ inklusive Cocktailbar. Am Samstag, 13. Juni, geht es ab 20 Uhr gemütlich weiter mit Tanz und dem „Ringberg-Echo“. Im Festzelt lädt das Weindorf ein. Sonntag findet um 9.30 Uhr ein Gottesdienst im Festzelt statt.

14 Leute sind aktiv

Das 14-köpfige Vorbereitungsteam mit dem Vorsitzenden Christian Jost hat anschließend einen Festkommers mit Kulturprogramm vorbereitet. Gegen 12 Uhr gibt es Mittagessen. Die Trachtenkapelle Großentaft wird den kulturellen Rahmen gestalten. Vor dem Zelt warten etliche Verkaufsstände auf der Marktstraße auf Interessierte. Nachmittags steht Kaffee und Kuchen bereit und auch auf die Kinder warten allerlei Attraktionen. Gegen 17 Uhr startet das Benefizkonzert mit Anita Burck, Singflut Burghaun und dem Fanfarenzug Rasdorf. Der Erlös geht an die DKMS (Deutsche Knochenmark Spende) und den Verein Reichtum der Herzen. Schwerpunkt des Vereins ist ein Entwicklungsprojekt für ein Dorf in Kenia. Montag, 15. Juni, gegen 19 Uhr findet der Bockbierabend mit der Bergmannskapelle Hattdorf statt. Damit klingt das Jubiläum aus.

Sicher noch viel älter

Sicherlich gab es schon vor dem Jahr 815 n. Chr. Bewohner in Treischfeld. Aber die erste urkundliche Erwähnung findet sich am 27. März 815 in dem Zehntabkommen von Retzbach am Main. Es war eine Vereinbarung zwischen Bischof Wolfger von Würzburg und Abt Ratgar von Fulda. In dieser Vereinbarung wurde Fulda das kirchliche Zentrecht für Treischfeld sowie andere umliegende Dörfer zugesprochen.

In der letzten Chronik „1175 Jahre Treischfeld“ kann man nachlesen: Einem alten Handelsweg, der Antsanvia, dürfte Treischfeld aufgrund des für die damalige Zeit reichen Verkehrs durchaus seine Entstehung verdanken. Die Antsanvia führte von Mainz über die Wetterau durch den Vogelsberg und Treischfeld bis nach Vacha, wo sie Anschluss an thüringische Handelsstraßen fand.

Heute hat Treischfeld etwa 160 Einwohner und gehört zur Großgemeinde Eiterfeld. Es liegt sehr malerisch am Fuße des Hellenbergs.

Der Erlös des Benefizkonzertes geht an das Franziskaner Missionsprojekt in Subukia/Kenia. Mit dem Geld werden ein Kinderheim, eine Schule und eine Gesundheitsstation unterstützt. (chd)

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