Dorfbühne unterhielt das Publikum mit Tanz, Sketchen und einem Einakter

Tratscherei in Ransbach

Schenkelklopfer: Die Schauspieler der Dorfbühne Ransbach unterhielten das Publikum mit dem in Mundart vorgetragenen Einakter „Die eingebildete Kranke“. Foto: Neldner

Ransbach. Die Dorfbühne Ransbach richtete den schon traditionellen und von vielen herbeigesehnten geselligen Nachmittag aus.

Erstmals dabei waren die Dancing Diamonds, vorgestellt als Faschingsgruppe. Sie boten nicht nur zu Beginn des Nachmittagsprogramms einen erfreulichen Anblick, sondern auch sportliche Höchstleistungen.

Den Dorftratsch in Ransbach fassten Heidi Luckhardt, die den „Kaffeeklatsch“ selbst geschrieben hatte, und ihre beiden Freundinnen Susi Bock und Christa Sippel für die Gäste zusammen. Nichts war den Damen heilig, nicht einmal der Bürgermeister. Ob Berliner Flughafen, Patenschaft für Grünanlagen, Vorhaltegebühren für Biotonnen, der vom NABU geplante Wildwechselweg, die Veräußerung des Schlosses oder die Verkupplung des Bürgermeisters und – selbstredend – die Ehemänner. Das und einiges mehr wurde genüsslich und sehr zur Freude der Zuschauer durch den Kakao gezogen.

Bissige Bemerkungen

Die bissigen Bemerkungen der jungen Damen von Dancing Diamonds, die während ihres Sketchs „Herzblatt“ nach der gleichnamigen Sendung fielen, erheiterten das Publikum. Um das Herz von „Babsi“ (Sophia Rosenthal) zu gewinnen, traten ein reicher Schnösel (Jasmin Suresch), ein abgerissener Jungspund (Nina Spilke) und ein Muttersöhnchen (Hanna Busold) gegeneinander an. Assistiert wurde Christin Rüger, die im breitesten Sächsisch die „Sendung“ moderierte, von Carolin Rüger und Luisa Neisner. Mit von der Partie war natürlich auch Susi (Juliane Bein), die gekonnt die Aussagen der drei Kandidaten zusammenfasste.

Der Gewinn, eine Reise nach London in ein noch nicht fertiggestelltes Hotel, wurde von Babsi und dem Jungspund mit gebremster Begeisterung in Empfang genommen. Die Darstellung der Dancing Diamonds bewies, dass die Gruppe nicht nur tanzen kann, sondern auch wortgewandt ist. Dies wurde vom Publikum mit anhaltendem Beifall belohnt.

Nach einer kurzen Pause stand der lustige Einakter „Die eingebildete Kranke“, geschrieben von Elke Henkel, auf dem Programm. Auf das in Mundart vorgetragene Bühnenstück hatte das Publikum im vollen Bürgersaal schon lange gewartet. Im Gelächter ging so mancher in Mundart vorgetragene Satz unter, aber das tat der großen Heiterkeit keinen Abbruch.

Das Publikum ging begeistert nach Hause und freut sich schon auf die weiteren Vorstellungen der Dorfbühne, unter anderem beim Bahnhofsfest des Dorfkulturbahnhofs am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli. (gn)

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