Hartmut Piekatz ist neuer Direktor der Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck

Tore öffnen und vernetzen

Wünscht sich eine offene Burg, die in der Region verwurzelt ist: Hartmut Piekatz ist neuer Direktor der Heimvolkshochschule Fürsteneck. Foto:  zi

Fürsteneck. „Burg und Bildung – beides kann einengen. Aber beides bietet auch Perspektiven“, sagt Hartmut Piekatz. Der 53-Jährige ist neuer geschäftsführender Direktor der Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck.

Sein Lieblingsplatz: Das Plateau vor der Burg, das einen Blick in die Weiten des Landes bietet. Seit Anfang September ist Piekatz im Amt. „Das ist kurz genug, um in der Burg immer noch neue Räume zu entdecken“, erzählt er. Doch nicht nur die Burg selbst ist für Piekatz Neuland: Der gesamte osthessische Raum war ihm nicht vertraut, als er sich entschied, sich um die Position in Eiterfeld zu bewerben. Zu Annäherung an den Ort gehörte für den gelernten Sozialpädagogen und Sozialmanager auch eine Zeit, in der er vom Hotelquartier aus die Region zwischen Bad Hersfeld und Fulda erkundete – einschließlich eines Fußwegs rund um Fürsteneck selbst. „Um hier Bildungsarbeit zu machen, ist es mir wichtig zu wissen, was die Region ausmacht“, unterstreicht Piekatz.

Eng verbundenes Team

Die Ankündigung seiner Vorgängerin Marion Lusar, dass er ein eng mit der Einrichtung verbundenes und zugleich offenes Team vorfinden werde, habe sich bestätigt. Die Tatsache, dass das Programm für 2016 bereits stehe, gebe ihm die Möglichkeit, die in vielen Bereichen über Jahre gewachsenen Strukturen kennenzulernen. Darauf aufbauend gelte es dann zu überlegen, welche Richtung die Entwicklung in den nächsten fünf, zehn Jahren nehmen solle. Was er an Burg Fürsteneck besonders schätze, sei die Tatsache, dass hier zu rund 80 Prozent Veranstaltungen angeboten würden, die das Team in Eigenverantwortung entwickle. „Andere Bildungseinrichtungen beschränken sich allzu oft darauf, nur noch Gastgeber zu sein und Tagungshotels Konkurrenz zu machen“, bedauert er.

Stabiles Fundament

Die Heimvolkshochschule biete ein stabiles Fundament, auf das sich hervorragend aufbauen lasse. Bei der Frage, in welche Richtung das Aufbauen gehen könnte, bleibt Piekatz unter Hinweis auf die kurze Zeit im Amt zurückhaltend. Eine Idee nennt er dann aber doch: Den Kontakt mit Studierenden und Hochschulen wolle er pflegen und ausbauen – möglichst auch mit internationalen Verbindungen. Das könne den Blick weiten. Doch ein solches Sich-Öffnen müsse einhergehen mit einem Verankern und Vernetzen in der Region. Da sei er für offene Tore, sagt Piekatz: „Ich wünsche mir, dass die Leute hier sagen ,Fürsteneck ist auch unsere Burg’.“

Von Hartmut Zimmermann

Kommentare