Tote Fische, Brand im Sägewerk und Flüchtlingszelte: Eiterfelder Wehren zogen Bilanz

Eiterfelder Brandschützer waren 847 Stunden im Einsatz

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Stets im Einsatz für die Allgemeinheit: Zahlreiche Kameraden der Eiterfelder Feuerwehren wurden bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung in Ufhausen geehrt.

Ufhausen. Im voll besetztem Dorfgemeinschaftshaus in Ufhausen trafen sich am Freitagabend die Kameraden der zehn freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Eiterfeld und zogen Bilanz. Gemeindebrandinspektor Stephan Heimeroth referierte für das Jahr 2015: 40 Einsatzstellen mit insgesamt 847 Einsatzstunden und 587 Einsatzkräften vor Ort. Hinzu kamen viele ehrenamtlichen Aktivitäten und Weiterbildungsveranstaltungen.

Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich in der freiwilligen Feuerwehr zu engagieren, sei nicht selbstverständlich. Immerhin lebten wir in einer Zeit, in der viele neben ihrem Hauptjob abends einen bezahlten Minijob ausübten. „Mit 40 Einsatzstellen war 2015 ein eher durchschnittliches Jahr“, so Heimeroth.

Drei außergewöhnliche Einsätze prägten das Jahr 2015. Der Einsatz in Treischfeld mit toten Fischen in der Taft nach einem Vorfall in der örtlichen Biogasanlage. Der Großbrand mit Millionenschaden im Sägewerk in Hainzell. Hier waren alle Nachbarfeuerwehren im Einsatz. Drittens der Aufbau einer Zeltstadt in Fulda für Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten. Auch hier gab es Unterstützung von allen Feuerwehren des Landkreises. Heimeroth erwähnte des Weiteren die vielen Treffen wie Kreisleistungsübungen, Grundlehrgänge, den Gemeindefeuerwehrtag, Umgang mit dem neuerworbenen Digitalfunk, Übungen zum Katastrophenschutz und mehr. An der Vielfältigkeit dieser Einsätze (vom Katastrophenschutz über Unfälle mit Gefahrenstoffen bis hin zu Verkehrsunfällen) könne man auch die vielfältigen Anforderungen an die Kameraden erkennen. Dies, inklusive neuer Lösch- und Bergungstaktiken, erfordere eine erstklassige Ausbildung und viele Gemeinschaftsübungen, um im Ernstfall gut zu funktionieren.

Im vergangenen Jahr investierten die Ehrenamtlichen 15 500 Stunden in diversen Ausbildungsfeldern. Es wurden 18 200 praktische Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Umgerechnet auf den Mindestlohn habe das der Gemeinde 155 000 Euro eingespart. Seitens der Gemeinde wurde für das Feuerwehrwesen im vergangenen Jahr circa 136 000 Euro aufgewendet.

Lob und Dank

Bürgermeister Hermann Josef Scheich war voll des Lobes und Dankes für diese eindrucksvolle Bilanz, die stete Tag-und-Nacht-Einsatzbereitschaft und das große Engagement. Diesem schlossen sich alle Gastredner der Veranstaltung an, wie Kreisbrandinspektor Adrian Vogler und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Lothar Mihm,

Das Musikcorps Ufhausen spielte mit seinen Bläsern zur Totenehrung.

Jugendfeuerwehrwart Martin Trabert legte besonderen Wert auf die Nachwuchsförderung. Im April habe es ein Treffen der dritten und vierten Klassen der Grundschule Eiterfeld gegeben. Einige der Schüler seien in die Feuerwehr mit sieben Jugendfeuerwehren inklusive der Kinderfeuerwehr eingetreten und nehmen nun regelmäßig an den Treffen teil. Dies wolle man auch in den kommenden Jahren so halten. Für Buchenau werden noch Ausbilder gesucht.

Von Christa Desoi

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