Gänsehaut pur beim Konzert in der Eiterfelder Kirche St. Georg

Chor "Viva Cantare" stimmte auf die Stille ein

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Auftritt: Der Dittlofroder Chor „Viva Cantare“ in der katholischen Kirche St. Georg in Eiterfeld.

Eiterfeld. „Wir sagen euch an den lieben Advent ...“ Das hatten sie sich vorgenommen, die Sängerinnen des Dittlofroder Chores „Viva Cantare“ unter der Leitung von Dagmar Schröter. Sie wollten mit ihrem auf die stille Zeit und auf das kommende Fest einstimmen.

„Lehnen Sie sich zurück“, bat Claudia Hofmann – Mitglied des Chores und Moderatorin der Veranstaltung – „und genießen Sie die nächste Stunde mit uns.“

Es war ein Konzert der stimmungsvollen Gegensätze. Wunderbar anrührend vorgetragen die „Christrose“ von Robert Stolz, traditionell „Es kommt ein Schiff geladen“ und innig „Eine Kerze für die Liebe“, gekonnt ergänzt durch eine Folge beschwingter Weihnachtslieder. Der langanhaltende Applaus der Zuhörer in der vollbesetzten St.-Georgs- Kirche bestätigte bereits nach dem ersten Teil den Anspruch der Vortragenden.

Einen gelungenen Akzent setzte Florian Schneider an der Orgel. Mit „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Johann Sebastian Bach und dem „Präludium in a-Moll“ von Moritz Brosig brachte er eine sehr feierliche Atmosphäre in diese imposante Kirche.

Der zweite Teil war internationalen Weihnachtsliedern gewidmet. „The Lord Bless You and Keep You“ von John Rutter, die Pop-Ballade „December Again“ und ein spanisches Wiegenlied zogen die Zuhörer mit der diesem Chor eigenen Faszination in ihren Bann.

„Do They Know It’s Christmas“, ein Lied, das daran erinnern soll, dass es neben unserer Welt des Überflusses noch eine andere gibt, brachte die Besucher ganz und gar dazu, den mitreißenden Rhythmus, den Marian Wingenfeld am Cajón vorgab, mit zu klatschen. Nach einem weiteren Zwischenspiel auf der Orgel mit Werken von Léon Boëllmann beeindruckte im dritten Teil des Konzertes der Chor besonders mit dem Lied „Es ist kein Raum für dich mein Kind“, dessen Text wohl gerade in den heutigen Tagen von besonderer Bedeutung ist. Einen erneuten Höhepunkt präsentierten die Sängerinnen anschließend mit dem bekannten „Halleluja“ von Leonard Cohen.

Alles in allem ein Adventskonzert, das – überaus beeindruckend dargeboten – den einen animierte, die Melodien zwar verhalten, aber dennoch hörbar mit zu brummen und den anderen dazu brachte, in einem Rhythmus zu klatschen, der so gar nicht zum Vortrag passen wollte. Trotzdem war es ein wunderbares Konzert, das mit stehenden Ovationen belohnt wurde. Hier bekam der Begriff „Harmonie“ eine neue Dimension.

Von Elfriede Jeuthner

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