Eiterfelder Lichtbergschule soll neu gebaut werden – Gemeinsam Konzept entwickeln

Die Schule wird abgerissen

Baufällig: Erst vor fünf Jahren hatte die Lichtbergschule einen Anbau für die Verwaltung erhalten. Nun soll die Schule wegen Sanierungsbedarfs abgerissen und neu gebaut werden. Foto: Mehler

Eiterfeld. Sie ist in die Jahre gekommen. Und chloridhaltiger Werra-Kies, der beim Bau verwendet wurde, greift zudem die Stahlbewehrungen an: Die Lichtbergschule in Eiterfeld ist nicht mehr sanierungsfähig und muss neu gebaut werden. Das hat Landrat Bernd Woide (CDU) bestätigt. Die Bauarbeiten sollen ab 2017 beginnen und „sukzessive“ vonstatten gehen.

Rund 45 Jahre alt ist die Eiterfelder Gesamtschule. Bei den turnusmäßigen Überprüfungen der Bausubstanz haben Fachleute nun Schäden festgestellt, die wohl auf Werra-Kies zurückgehen, der vermutlich bei der Errichtung verwendet worden war. Dieser hat einen hohen Chloridgehalt. Das Salz greift zum Beispiel Stahlbewehrungen an, insbesondere bei Feuchtigkeit – nasse Regenschirme und feuchte Klamotten der Schüler tun dabei ihr Übriges. „Eine Sanierung hat keinen Sinn“, sagt Landrat Woide. Dies hätten Fachleute bestätigt.

Modernste Ansprüche

Gemeinsam mit der Lichtbergschule und der Marktgemeinde Eiterfeld ist verabredet worden, sich ein Jahr Zeit zu nehmen, um ein tragfähiges Konzept für den Neubau zu entwickeln. Dabei sollen auch Lehrer, Schüler und Eltern einbezogen werden. „Wir bauen eine schönere neue Schule, die modernsten pädagogischen Ansprüchen genügt“, sagt der Landrat und verweist auf Differenzierungsräume und Arbeitsräume für Lehrer.

Wie der Neubau der Schule nun vonstatten gehen soll, ist noch unklar. „Sukzessive“, sagt der Landrat. Das heißt, möglichst nach und nach sollen Gebäudeteile und die Schulfläche umgestaltet werden. Ab 2017 soll es losgehen, die Bauarbeiten werden zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen, vermutet Woide. Die Kosten dafür will er derzeit noch nicht schätzen. Sie könnten sich aber locker im zweistelligen Millionenbereich bewegen. Das kommunale Investitionsprogramm, das Zahlungen des Landes, des Bundes und einen eigenen Anteil der Kommunen vereint, könnte für die Finanzierung herangezogen werden.

Lehrer und Eltern einbinden

Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) zeigte sich erfreut über die Zusage des Schulträgers, neu zu bauen: „Anfangs waren wir etwas überrascht, sind jetzt aber sehr entspannt.“ Wichtig sei, ein gutes Konzept zu entwickeln: „Das nächste Jahr ist dafür entscheidend, damit wir alles gut abstimmen.“ Auch er plädiert dafür, Lehrer und Eltern einzubinden. Wo und wie die Schüler während der Bauarbeiten unterrichtet werden, könne er daher derzeit noch nicht sagen. Möglicherweise könnten andere Räumlichkeiten in der Nähe genutzt werden, etwa in der Grundschule. „Ein solcher Neubau wird nicht ganz geräuschlos und ohne Einschränkungen erfolgen“, sagt Scheich. „Aber wir nehmen diese Herausforderung gerne an.“ Schließlich habe man hinterher wahrscheinlich „die schönste und modernste Schule zwischen Fulda und Werra“.

Woide betont die „wichtige Aufgabe“ der Lichtbergschule an der Landkreisgrenze: “Denn wir wollen nicht, dass Eltern ihre Schüler nach Hersfeld schicken.“ Der Neubau könne wegen der gesunkenen Schülerzahlen allerdings kleiner ausfallen als vorher. Scheich sieht das anders: Zwar gebe es weniger Kinder; der Raumbedarf sei aufgrund der heutigen Konzepte jedoch größer.

Von Sabrina Mehler

Kommentare