Projekt für ganzen Kreis Fulda

Schnell und sicher ins Internet: Startschuss in Eiterfeld

Den Startknopf für den Breitband-Start in Eiterfeld drückten symbolisch (von links) Jens Schilling (Rhön Energie), Landrat Bernd Woide, Bürgermeister Hermann-Josef Scheich und Christoph Hau (Rhön Energie). Rechts im Bild ein Glasfaserkabel. Foto: Maaz

Eiterfeld. Ohne Internet geht heute fast nichts mehr. Für Privathaushalte wie für Gewerbebetriebe ist eine schnelle Verbindung oft ein entscheidender Standortfaktor. Auch in der Marktgemeinde Eiterfeld sollen die Menschen dank der Rhön Energie Fulda künftig besser versorgt werden.

Den symbolischen Startknopf für den Breitband-Start drückten am Mittwoch Eiterfelds Bügermeister Hermann-Josef Scheich, Landrat Bernd Woide und Vertreter der Rhön Energie. „Die Kerngemeinde war bisher schon gut versorgt“, so Bürgermeister Scheich. Es gab und gibt allerdings auch noch Ortsteile, die davon weit entfernt sind.

Freigeschaltet wurden nun Arzell, Buchenau, Leibolz, Wölf, Fürsteneck und Branders. Circa 2000 Haushalte könnten dort ab sofort das schnellere Internet nutzen, erläuterte Jens Schilling, der bei der Rhön Energie für den Breitbandausbau zuständig ist. 20 Kilometer Glasfaserkabel seien für die jetzt freigeschalteten Orte verlegt werden.

Weitere Bauarbeiten laufen laut Schilling in Betzenrod, Giesenhain, Leimbach, Ufhausen und Unterufhausen. In Vorbereitung befinden sich die Ortsteile Dittlofrod, Reckrod, Soisdorf und Treischfeld.

Bis 2016 soll nicht nur die komplette Marktgemeinde Eiterfeld mit schnellem Internet per Glasfaser versorgt werden, sondern der gesamte Kreis Fulda. Landrat Bernd Woide bezeichnete den kreisweiten Breitband-Ausbau als „persönliches Thema“ und für den Alltag ebenso wichtig wie für die Arbeit. „Wir müssen unsere Infrastruktur zukunftsfähig gestalten“, so Woide. Heutzutage sei es so gut wie unmöglich, ohne Internet auszukommen. Das gelte für kleine Handwerksbetriebe wie für Schüler. Denn das Internet nutze man eben nicht nur „just for fun“, also zum Spaß.

„Über kurz oder lang kommt kein Haushalt um eine Datenverbindung herum“, ist sich Christoph Hau, Vertriebsleiter Privatkunden bei der Rhön Energie, sicher. Er hat dabei auch technische Möglichkeiten wie Smart Meter und Smart Home im Blick - Smart Meter ist eine Art intelligentes Messsystem, das den exakten Verbrauch im Haushalt erfasst, unter Smart Home ist zum Beispiel das Steuern des Lichts oder der Rollläden über das Internet zu verstehen.

Die Entscheidung für Glasfasernetze statt Funkverbindung habe man bewusst getroffen. So sei die Verbindung sicherer und stabiler, meint Hau. Der Nachteil sei aber auch offensichtlich: das Verlegen der Kabel kostet viel Geld. Bürgermeister Scheich dankte den Vertretern von Rhön Energie in diesem Sinne für die Investition.

Gemeinsam appellieren die Gemeinde, der Kreis und die Rhön Energie nun, das Angebot auch zu nutzen.

Von Nadine Maaz

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