Gemeinde Hohenroda möchte sich wegen hoher Kosten vom Verwaltungssitz trennen

Schloss steht zum Verkauf

Zu haben: Die Gemeinde Hohenroda möchte sich wegen der hohen Betriebskosten sowie einer dringend notwendigen Sanierung vom Schloss Hohenroda – dem Verwaltungssitz der Kommune – trennen. Der Gemeindevorstand soll nun einen potenziellen Käufer finden, der zudem ein mehrheitsfähiges Nachnutzungskonzept vorlegen muss. Foto: roda

Hohenroda. Die Gemeinde Hohenroda forciert den Verkauf des Schlosses in Oberbreitzbach. Seit dem Jahr 2008 ist die Gemeinde Eigentümerin der Immobilie.

Bereits seit dem 1. November 1988 hatte die Verwaltung auf Mietbasis ihren Sitz in dem Gebäude. Doch mittlerweile kann die Gemeinde Hohenroda die Kosten für den Komplex alleine nicht mehr stemmen. Aus diesem Grund wurde während der Sitzung der Gemeindevertretung am vergangenen Montagabend in der Ausbacher Hofreite ein Grundsatzbeschluss zur Veräußerung des Schlosses gefasst. Diesem Ansinnen von Bürgermeister Andre Stenda folgten 18 der 21 anwesenden Gemeindevertreter. Drei enthielten sich der Stimme.

910 Quadratmeter Fläche

„Für die sieben Mitarbeiter ist das renovierungsbedürftige Gebäude mit einer Nutzfläche von 910 Quadratmetern überdimensioniert. 250 Quadratmeter würden uns für die Verwaltung vollends ausreichen. Eine ganze Etage wird schon seit Jahren nicht genutzt“, erklärt Bürgermeister Andre Stenda. Jedoch müsste in den Wintermonaten der komplette Komplex beheizt werden. Im aktuellen Haushalt sind für Heizöl 13 000 Euro eingestellt.

Der Gemeindevorstand ist nun durch das Parlament legitimiert, den Verkauf des Schlosses zu prüfen. Dabei solle vom potenziellen Käufer ein adäquates Konzept zur Nachnutzung vorgelegt werden. Ebenso müsse der Gemeindevorstand nun erarbeiten, wo im Falle eines Verkaufs die Verwaltung künftig untergebracht werden könnte.

„Wir haben bereits bei Immobilienscout24 einmal abgeklopft, ob es denn gelingen könnte, die Schloss-Immobilie geben zu veräußern. Und es gibt tatsächlich Interessenten“, teilt der Bürgermeister den Gemeindevertretern mit. In Sachen Schlossnutzung soll nun alles ergebnisoffen diskutiert werden.

Zerschlagen hat sich auf jeden Fall ein Versuch, das Schloss über die Dorferneuerung günstig zu sanieren. „Das würde hohe Kosten aufwerfen. Zudem gibt es auch bei vielen anderen öffentlichen Gebäuden in Hohenroda einen Investitionsstau“, sagt Stenda.

Und das für die Sanierung benötigte Geld hat die Schutzschirmkommune definitiv nicht. Vielmehr müsse in Hohenroda weiter kräftig gespart werden, um die laufenden Kosten weiter zu reduzieren und einen ausgeglichenen Haushalt in den Folgejahren hinzubekommen. Weitere Artikel, hintergrund

Von Mario Reymond

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