FWG Eiterfeld kritisiert Bund und Land

„Nur noch Zwangseintreiber“

Theodor Kohlmann (links), Yvonne Hohmann und Hubert Schmelz (rechts) mit den Ehrenmitgliedern Georg Wiegand und Günter Hilbert. Foto: nh

Eiterfeld. Zur Jahreshauptversammlung hatte der FWG- Gemeindeverband Eiterfeld in die Mehrzweckhalle Arzell geladen, und zahlreiche Mitglieder waren der Einladung des ersten Vorsitzenden Theodor Kohlmann gefolgt. Der neue Vorstand arbeite hervorragend zusammen, teilte Kohlmann in seiner Jahresrückschau mit. In seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender erläuterte er besonders die Entscheidungen der FWG zur Einführung der gesplitteten Abwassergebühr und die Projekte im Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK).

In Sachen Windkraft will die FWG die BI „Wir in Buchenau und Eitratal“ dahingehend unterstützen, dass die „außergewöhnliche Denkmalanordnung in Buchenau“ nicht gestört wird.

Auch durch das Mitwirken der FWG stehe der Haushalt der Gemeinde Eiterfeld auf sicheren Füßen. Man habe sich bewusst gegen die massive Erhöhung der Grundsteuer B entschieden und stattdessen eine moderate Erhöhung aller drei Steuerarten vorgeschlagen. So werde die neu zu erwirtschaftende Steuerlast auf mehrere Schultern verteilt. Auch nach der Erhöhung der Kindergartenbeiträge stehe die Marktgemeinde im unteren Level, die FWG ist aber weiterhin der Meinung, dass Kindergartenbesuche frei sein sollten. Die neue Verschuldung der Gemeinde sei bei den hohem Vermögen als gering zu betrachten.

Kohlmann kritisiert die niedrigen Schlüsselzuweisungen und warf Bund und Land vor, dass Gemeindevertreter nur noch als „Zwangseintreiber“ missbraucht würden und keine Handlungsfähigkeit mehr hätten. Sein Stellvertreter Hubert Schmelz – erster Beigeordneter – berichtete von der Arbeit des Gemeindevorstandes, der 2014 zu etwa 30 Sitzungen zusammenkam. Jüngst wurde ein Wahlvorbereitungsaussschuss gewählt, der die Kommunalwahl am 6. März 2016 vorbereiten und begleiten soll. Er besteht aus den Vorstandsmitgliedern sowie Margret Michel (Oberweisenborn) und soll im Sommer tätig werden.

Als Ehrenmitglieder ausgezeichnet wurden Georg Wiegand und Günter Hilbert. Wiegand ist seit vielen Jahren im Ortsbeirat Ufhausen aktiv und seit kurzem wieder im Gemeindevorstand. Hilbert habe maßgeblichen Anteil am Erfolg der FWG. (red/nm)

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