Däfter Jugendbühne präsentiert am Wochenende gleich drei neue Produktionen

Nachwuchs macht Theater

Mit Spaß auf der Bühne: Gleich 25 Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen spielen in Großentaft Theater. Das Ergebnis ihrer Proben präsentieren sie am Wochenende. Dann werden im Dorfgemeinschaftshaus gleich drei vergnügliche Stücke gezeigt. Foto:  Desoi

Grossentaft. Gleich drei Theaterstücke stehen am Samstag, 23. April, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 24. April, um 14.30 Uhr stehen im Dorfgemeinschaftshaus Großentaft (Eiterfeld) auf dem Programm: „Leg das Buch weg, Boris“, „Die Piraten sind an allem schuld“ und „Manchmal darf‘s auch Shakespeare sein“. Die Jugend spielt nicht nur für die Jugend Theater. Auch Erwachsene sind willkommen. Kaffee- und Kuchen bzw. Würstchen und Brezeln stehen bereit.

Seit 1992 gibt es die Theatergruppe Großentaft. Dem Theaterpädagogen Bernd Krieg und Susanne Witzel ist es zu verdanken, dass seit 2002 die Jugendbühne aktiv ist und jedes Jahr Theater gespielt wird. Dabei funktioniert der Austausch zwischen beiden Gruppen. Die Jugendlichen wechseln in die Theatergruppe, die Erwachsenen unterrichten die Kinder und teilweise spielen deren Kinder jetzt in der Jugendbühne mit.

Inzwischen wollen 25 Kinder beziehungsweise Jugendliche mitspielen. Aus diesem Grunde kommen dieses Jahr drei Theaterstücke zur Aufführung.

Aus der Theaterkasse wurden Headsets angeschafft, damit auch in der letzten Reihe alles verstanden wird.

Das spielen die Jüngsten

„Leg das Buch weg, Boris“ – das hat der Junge schon 100 Mal überhört. Er verschlingt ein Buch nach dem anderen. Die Familie zieht um, Boris (Tobias Witzel) sitzt auf einer Umzugskiste und bleibt lesend in der alten Wohnung. Eine neue Familie zieht ein – Boris sitzt als zäher Dauerleser auf seiner Kiste. Die neue Familie versucht sich mit dem ungewollten Pflegekind warmherzig zu arrangieren und füttert ihn mit durch. Mit diesem Stück haben sich die Neun- bis Elfjährigen einen besonderen Theaterspaß ausgesucht.

Es spielen: Tobias Witzel, Leona Krauß, Josephine Sudbrock, Idris Waziri, Tabea Nophut, Maria Steinhauer, Sina Breitung, Valentina Hafner, Benedikt Krieg, Emma Krieg, Hanna Gollbach, Philipp Hornung.

Kuriose Rechenspiele

„Die Piraten sind an allem Schuld“ – Ein Matrose kommt nach fünf Jahren Gefangenschaft bei somalischen Piraten nach Hause. Seine Wirtin erwartet ihn mit einer Rechnung von 1 450 Euro. Vor fünf Jahren hat er für 1,50 Euro Eier verzehrt, kam aber nicht mehr dazu, diese zu bezahlen. Die schlaue Wirtin rechnet hoch: Wäre aus jedem Ei ein Huhn geworden und hätte dieses jeden Tag ein Ei gelegt, so wären das umgerechnet heute 1 450 Euro. Es kommt zum Prozess. Wie dieser wohl ausgeht?

Mitspieler sind die 13- bis 16-jährigen: Silas Wiegand, Christian Krieg, Ronja Walter-Krisch, Pauline Gerhard, Leona Nophu, Lorena Krieg.

Wenn Liebe ins Spiel kommt

„Manchmal darf‘s auch Shakespeare sein“ – Dr. Knittel will mit einigen seiner Schüler den Sommernachtstraum von William Shakespeare proben. Er merkt sehr schnell: Das ist nicht einfach. Die Schüler lachen über den altbackenen Text und haben alles andere im Kopf als diesen zu rezitieren. Bis die Liebe ins Spiel kommt und Klaus merkt, dass Shakespeare mit seiner Ausdrucksweise hoch aktuell sein kann.

Das Ensemble: Bernd Krieg, Maria Veltum, Jannis Wiegand, Maximilian Hornung, Andreas Krieg, Johanna Veltum, Katharina Witzel, Elena Krieg.

Regie führen: Susanne Witzel, Anja Wiegand, Bernd Krieg und Sabine Krieg. Michael Gensler hat die Bühne gebaut. Anna Lena Kommer und Jessica Hahn haben eifrig tapeziert.

Von Christa Desoi

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