Michael Jastram und Günter Liebau stellen gemeinsam aus

Meditativer Charakter

Stellen in Burghaun gemeinsam aus: Michael Jastram (links) und Günter Liebau. Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Burghaun. Viel Lob und Bewunderung gab es von den Besuchern für die neue Ausstellung des Berliner Bildhauers Michael Jastram und des Burghauner Künstlers Günter Liebau, die vor Kurzem eröffnet wurde.

Besonders der Dialog und die Harmonie zwischen Jastrams Bronzeskulpturen und Liebaus Strukturbildern überzeugten spürbar die vielen Betrachter. Mit Michael Jastram ist es dem Galeristen-Ehepaar Doris und Günter Liebau gelungen, einen international bekannten und ausgezeichneten Künstler nach Burghaun zu holen.

Vor etwa 6 000 Jahren wurde wahrscheinlich von den Sumerern das Rad erfunden, ein Sinnbild als Ursprung aller Technik, nützlich wie Brücken, Treppen, Türme, Hütten und Häuser. Diese technischen Hilfsmittel und auch Sonne und Mond tauchen immer wieder in Jastrams archaischen Wagenskulpturen auf.

Ästhetik und Konflikt

Kleine Menschen und Reiter, die darauf gruppiert sind, wirken einsam und verschlossen. Die Ethik in seinen Plastiken lebt von den Kontrasten mit besonderer Ästhetik und Konfliktzonen aus Ur- und Endzeit.

Der Künstler Günter Liebau ist auch über die Region hinaus bekannt als Galerist und Kurator des Museums Modern Art Hünfeld. Liebaus Bilder haben einen starken meditativen Charakter und strahlen somit ein großes Potential an Ruhe aus. Die Wandobjekte sind geprägt von aufwendigen Spachteltechniken, die durch ihre gerissenen, zerklüfteten und aufgeworfenen Oberflächenstrukturen leben. Diese lesbaren Spuren verändern sich durch unterschiedliches Licht ständig, kein Augenblick ist gleich, alles ist im Fluss.

Ein besonderer Höhepunkt der Vernissage war der Auftritt der Gruppe „Dark Blue“ mit ihren souligen Rockballaden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. November in der Galerie Liebau, Rhönblickstraße 63, 36151 Burghaun: donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr. (red/nm)

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