BI Soisberg informierte in Ufhausen

Kritik zu Windpark am Eichberg

Ufhausen. Gut besucht war die Informationsveranstaltung, zu der die Bürgerinitiative Pro Natur Soisberg aus Ufhausen (kurz: BI Soisberg) kürzlich ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen hatte. Ihr Fazit: „Die Argumente sprechen eindeutig gegen einen Windpark am Eichberg.“

Auf den Vorrangflächen am Eichberg (FD 06 und HEF 51) darf nach Meinung der BI weder das Repowering der bestehenden Windkraftanlagen noch das Errichten neuer Anlagen genehmigt werden, da sich die betreffenden Flächen im Schutzbereich von 1000 Meter um bestätigte Brutstätten von verschiedenen windkraftgefährdeter Vogelarten befände.

Unter den Gästen begrüßte der 1. Vorsitzende Manfred Koch unter anderem Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, Mitglieder der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstandes sowie einige Bürger der Nachbar-Gemeinde Schenklengsfeld.

Laut Koch enthalten die Flächensteckbriefe, die die Vorrangflächen beschreiben, Fehler. So sei für die Fläche HEF 51 nicht vermerkt, dass sich die östliche Erweiterung im Biosphärenreservat befindet und an das Landschaftsschutzgebiet Soisberg anschließt. Außerdem werde kein Hinweis auf das Brutvorkommen des Wachtelkönigs und des Wanderfalkens gegeben.

Laut der Bürgerinitiative sei insbesondere die Lage im Biosphärenreservat wichtig, da dort erst im März 2015 ein Rotmilanprojet gestartet wurde. Auch der Uhu brüte nachgewiesen in dem Gebiet.

Einsprüche bis 29. Mai

Koch wies zudem auf die nicht genügend erforschten Gefahren für den Menschen durch Infraschall hin, der durch Windkraftanlagen erzeugt wird. Die Vorrangflächen FD 06 und HEF 51 halten laut Koch „gerade so“ die geforderten 1000 Meter Abstand zu den Ortschaften Ufhausen, Wehrshausen, Schenklengsfeld und Unterweisenborn ein. Koch stellte die Frage in den Raum, ob dieser Abstand ausreiche, zumal in Bayern die 10-H-Regelung gelte, die einen Abstand in Höhe der zehnfachen Anlagenhöhe vorsehe. In Dänemark seien alle An-Land-Anlagen auf Eis gelegt. Einsprüche gegen die Ausweisung der Vorrangflächen können noch bis zum 29. Mai schriftlich oder online beim RP in Kassel eingelegt werden. (red/nm)

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