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Arzell: Fastnacht mit Hollywood-Glamour

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Beste Unterhaltung: Die „Mini-Minis“ des Musikzugs Eiterfeld begeisterten das Publikum in der Arzeller Mehrzweckhalle mit ihrem Schneemann-Tanz. 

Arzell. Der Saal der Mehrzweckhalle hatte sich wegen der ungeheuren Schneemassen, die am Nachmittag niedergegangen waren, nur zögerlich gefüllt und der eine oder anderen mag angesichts der Straßenverhältnisse ganz zu Hause geblieben sein. Die, die gekommen waren, wurden mit einer Show belohnt, die sich durchaus mit den ganz großen dieses Metiers messen konnte.

Nach dem Einmarsch der Aktiven begrüßte Hubert Wittner die Narrenschar, die sich gutgelaunt auf dessen humorige Sticheleien einließ. Als erste Tanzgruppe schilderten die „Mini-Minis“, die Kleinsten des Musikzuges Eiterfeld, – die jüngste Tänzerin ist gerade mal vier – in ihrem Auftritt allerliebst die heimlichen Wünsche des Schneemanns Olaf, der so gern auch einmal im Sommer in eine Strandbar gehen würde, und ernteten damit viel Applaus.

Ebenso die „Minis“, die nächste Altersgruppe des Nachwuchses dieses Musikzuges, die mit ihrem Tanz den „Jahrmarkt des Lebens“ auf die Bühne brachten. Beide Gruppen werden vielgelobt trainiert von Lisa Volkmer, Tanja Nattmann und Diana Vogt.

Mit verschiedenen Sketchen brachten die Veranstalter Abwechslung in diesen Farbenrausch. Den Beweis, dass nichts auf der Welt so wenig zusammenpasst wie Männlein und Weiblein erbrachten Marianne Zentgraf und Hubert Wittner in einem bissigen Dialog. Dass ein Besuch beim Arzt nicht immer auch Gebrechen heilt, bezeugten glaubhaft Marianne Zentgraf, Günther Vogt, Georg Nophut, Hubert Wittner und Herrmann Zentgraf.

Mit den Mitgliedern des Musikzuges waren auch die Eiterfelder Prinzenpaare mit ihrem Gefolge in Arzell zu Gast und in „freundschaftlicher Verbundenheit“ war auch der Fassenachtsverein FSV Münster-Sarmsheim vertreten, dessen Tanzgarde hier stilvoll und gekonnt Hervorragendes bot.

Ein absoluter Höhepunkt war der vom Musikzug Eiterfeld dargestellte „Starlight-Express“, der von Elisabeth Hohmann trainiert originalgetreu auf Rollschuhen und in den selbstgeschneiderten Kostümen präsentiert die Zuschauer von den Stühlen riss. Ähnliche Begeisterung entfachten die „Rhöngarde“ und die „Roten Funken“ aus Eiterfeld mit ihren Gardetänzen und die „Twirling Group Destination“ unter der Leitung von Anette Abel mit dem nachgetanzten „Avatar“-Thema. Für große Heiterkeit im Saal sorgte „Axel – Die 3 Tenöre“, und die „Veltinsfunken“, die sich auf Reisen begeben hatten und nun ihre Erlebnisse zunächst scherenschnittmäßig erzählten, um dann zum Abschluss in Hula-Röckchen und mit Kokosnuss-Busen geballte Erotik in Szene zu setzen.

Zu kleine Bühne

Tatsächlich war die Bühne zu klein für einige der Tanzgruppen, die deshalb nur mit der halben oder dreiviertel ihrer üblichen Besetzung auftraten. Das tat der Stimmung und dem Augenschmaus keinerlei Abbruch. Für die musikalische Begleitung und entsprechende stimmungsvolle Schunkelrunden sorgte Bernd Jörges.

Von Elfriede Jeuthner

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