Eiterfelder Bürgermeister verweist auf einzuhaltende Grenzwerte

Initiative sorgt sich um Mobilfunkmast in Soisdorf

+

Soisdorf/Mansbach. Der Verein Weiße Zone Rhön wehrt sich gegen einen neuen Mobilfunkmast in der Gemarkung Soisdorf an der Grenze zu Mansbach. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die ihrer Meinung nach zunehmende Umweltbelastung durch Mobilfunktechniken hinzuweisen und war in den vergangenen Jahren in Hohenroda sehr engagiert.

Der Verein kritisiert die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen des Mastes und vermeintliche Intransparenz. Die Mansbacher seien betroffen, würden aber weder informiert noch gefragt. Östlich der Landesstraße 3173 zwischen Soisdorf und Mansbach steht laut Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich bereits seit 1980 ein Fernsehumsetzer des Hessischen Rundfunks. In den 90er-Jahren hätten dort die Telekom, E-Plus und O2 zusätzlich Mobilfunkantennen installieren lassen. Inzwischen sei der Turm statisch ausgelastet.

Die Telekom habe deshalb nach einem neuen Standort gesucht und wolle nun in der Nähe des bestehenden Turms einen weiteren etwa 50 Meter hohen Mast aufstellen. Die Fläche gehört offenbar einem Privatmann aus Mansbach.

Die Baugenehmigung erteilt das Kreisbauamt Fulda, erläutert Scheich. Die Marktgemeinde Eiterfeld könne lediglich eine Stellungnahme abgeben beziehungsweise ihr Einvernehmen verweigern. „Es gibt allerdings keinen Grund, der dagegen spricht“, so Scheich. Darauf, dass die geltenden Grenzwerte eingehalten werden müssen und vorgelegt werden sollen, habe auch der Ortsbeirat Soisdorf hingewiesen. „Es gibt klare Grenzwerte, an die man sich halten muss“, so Scheich. Bedenken habe er deshalb nicht. Als Nutzer von moderner Kommunikationstechnik müsse man mit deren Vor- und Nachteilen leben.

Hohenroda nicht eingebunden

Der Verein, vertreten durch die Zweite Vorsitzende Doris Reim aus Mansbach, forderte an die Gemeinde Hohenroda gewandt einen Baustopp und eine Informationsveranstaltung. Da der besagte Mast jedoch auf Eiterfelder Gebiet steht, ist die Gemeinde Hohenroda rein rechtlich gar nicht eingebunden.

Über das Vorhaben hat sich Bürgermeister Andre Stenda trotzdem bei der Telekom informiert. Aber auch er hat keine größeren Bedenken. „Im Vergleich mit Ballungsgebieten ist unsere Region wenig belastet“, so Stenda.

Zudem sei es wichtig, auch im ländlichen Raum in Sachen Mobilfunk, Internet et cetera aufzurüsten. Und: „Da der Mast auf Eiterfelder Gebiet steht, müssen wir nicht gefragt werden.“ (red/nm)

Kommentare