Tagesmutter Serena Baier baut in Arzell Betreuungsräume für fünf Kinder

Ein Haus für die kleinen Elfen

Auf der Baustelle: Serena Baier vor ihrem künftigen Kinderhaus. Foto: Mehler

Arzell. Der Bedarf an Tagesmüttern steigt stetig. Auch in der Marktgemeinde Eiterfeld. Jetzt baut Serena Baier (30) in der Mitte Arzells auf einem knapp 1500 Quadratmeter großen Grundstück eigens ein Kinderhaus, in dem sie fünf Kinder gleichzeitig betreuen kann. Im Frühjahr 2016 soll Einweihung gefeiert werden.

Das eingeschossige Kinderhaus für die „Kleinen Elfen“ wird Am Hisselsberg auf fast 1500 Quadratmetern errichtet. Die Wohnfläche beträgt 100 Quadratmeter und umfasst einen Spielraum, einen großen Schlafraum, Küche und Bad. Draußen soll eine große Anlage mit Spielgeräten entstehen.

Arbeit erleichtern

Serena Baier ist gelernte Floristin, hat vor zwei Jahren aber ihre Ausbildung zur Tagesmutter abgeschlossen. Seitdem betreut sie mehrere Kinder zu Hause. Jetzt will sie sich mit dem Kinderhaus „selbst verwirklichen“, wie sie sagt. Zudem werde ihre Arbeit durch das Gebäude leichter. Denn die 30-Jährige lebt mit ihrem Ehemann und den vier und sieben Jahre alten Kinder im Obergeschoss des Hauses ihrer Schwiegereltern – das jedoch ist manchmal ungünstig für die Kleinen, zum Beispiel wenn diese draußen beim Spielen mal auf die Toilette müssen. „Dann muss die ganze Gruppe gleich mit ins Haus“, erklärt Baier. Das neue Kinderhaus ist hingegen ebenerdig und wird barrierefrei gestaltet. „Und es ist dort eben alles ein bisschen größer.“ Dabei betont die gebürtige Morleserin, dass die kleine Einrichtung keine Kinderkrippe ist. Denn als Tagesmutter habe sie nur die Erlaubnis, fünf Kinder gleichzeitig zu betreuen. Insgesamt beaufsichtigt sie zu unterschiedlichen Zeiten sechs Kinder. Diese sind momentan zwischen 0 und 3 Jahren alt. Der Tag beginnt um sechs Uhr morgens, meist sind die Kleinen vormittags bei ihr.

Mittags gibt es warmes Essen; Baier kocht selbst. „Nach Absprache biete ich auch eine Nachmittagsbetreuung an.“ Der Bedarf für Plätze bei Tagesmüttern sei vorhanden, ist sie sich sicher. Viele Eltern riefen bereits jetzt an, um einen Platz für 2017 nachzufragen, berichtet Baier. Den großen Vorteil im Vergleich zu Kindertageseinrichtungen sieht sie vor allem in den flexibleren Betreuungszeiten.

Ergänzung zum Angebot

Der Eiterfelder Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, der sich über das zusätzliche Angebot in seiner Gemeinde freut, bestätigt das: Die private Initiative sei eine „gute Ergänzung zu unserem Angebot“.

An ihrer Arbeit hat Serena Baier sichtlich Freude, das merkt man ihr an, wenn sie erzählt. Bereits in der neunten Klasse habe sie Babysitter-Jobs angenommen. Und auch Schüler der Pestalozzi-Schule in Fulda habe sie damals betreut. „Das hat mir schon immer Freude bereitet.“ Als Floristin arbeitet sie immer noch: nachmittags und an den Wochenenden. Ihr Traumberuf bleibe aber die Arbeit mit den Kindern, betont sie lächelnd.

Von Sabrina Mehler

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