Feier zu 25 Jahren Grenzöffnung zwischen Glaam und Unterbreizbach

Grenzen überwinden

Zahlreiche Zeitzeugen erinnerten sich an die Grenzöffnung zwischen Glaam und Unterbreizbach vor 25 Jahren. Foto: Henning

Glaam/Unterbreizbach. Zahlreiche Gäste aus Hessen und Thüringen hatten sich an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zwischen den Ortsteilen Glaam und Unterbreizbach eingefunden, um an die Grenzöffnung an dieser Stelle vor 25 Jahren zu erinnern. Bei traumhaftem Wetter eröffnete der Posaunenchor Ausbach-Ransbach mit dem „Rennsteiglied“ das Fest, das unter dem Motto „Grenzen überwinden“ stand.

Eigene Erinnerungen

Auf dieses Motto gingen die Bürgermeister von Unterbreizbach, Roland Ernst, und Hohenroda, Andre Stenda, dann in ihren Begrüßungsreden auch ein, indem sie von ihren eigenen Erinnerungen erzählten. Die damalige erste Beigeordnete Dorothea Nennstiel konnte als Mitorganisatorin des Festes noch Heike Taubert, Finanzministerin von Thüringen und stellvertretende Ministerpräsidentin, begrüßen. Auch der Schwiegersohn von Dorothea Nennstiel, Gunter Weisgerber, war als Gastredner gekommen. Er war Bundestagsabgeordneter und im Jahr 1989 bei den Montagsdemonstrationen immer mit dabei.

Friedhelm Apel aus Unterbreizbach erinnerte mit einem Vortrag an den Tag im Juni 1990 und konnte anschließend noch weitere Zeitzeugen begrüßen. Zum Gedenken an den bereits verstorbenen Karl-Heinz Mehlmann erzählte Dorothea Nennstiel die Geschichte, wie Mehlmann damals beherzt seinen Traktor holte und damit den gesamten Grenzzaun-Abschnitt niederriss.

Zur Unterhaltung sangen die Kinder vom Kindergarten Pfiffikus aus Ausbach einige Lieder, ebenso wie der Gesangverein Männerchor Pferdsdorf. Auch das Akkordeon-Duo „accordion-fever“ und die Volkstanz-und Trachtengruppe aus Ausbach sorgten für Stimmung. Nach den Auftritten der „Zaunkönige Glaam/Unterbreizbach“’ und der „Dorfsänger Unterbreizbach“ konnte dann noch der „Vergessene Grenzturm“ besichtigt werden.

Von Heike Henning

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