Kirche wirbt für arbeitsfreien siebten Wochentag

Freier Sonntag am Sportplatz

Freuen sich über das neue Werbebanner: Dechant Markus Blümel, Pfarrgemeinderatssprecherin Andrea Budde, Pfarrer Karl Josef Gruber, der Vorsitzende des VfL Eiterfeld Hubert Wittner sowie Kirchenvorsteherin Christine Volkenand (von links). Foto: nh

Eiterfeld. „Gott sei Dank, es gibt den Sonntag!“ In leuchtenden Farben schon von Weitem zu erkennen, hat der VfL Eiterfeld ein neues Werbebanner am Spielfeldrand stehen. „Als die Anfrage kam, wusste ich erst gar nicht, ob es ernst gemeint war,“ sagt der Vorsitzende Hubert Wittner. Andrea und Thomas Budde hatten beide Eiterfelder Kirchengemeinden für ihre Idee gewonnen, an einem ungewöhnlichen Ort für den arbeitsfreien Sonntag einzutreten.

Pfarrer Karl Josef Gruber von der Evangelischen Kirchengemeinde wies darauf hin, welch ein Geschenk der Freiheit der Sonntag ist, um Zeit für Gott, die Familie und die Mitmenschen, zum Beispiel in Vereinen, frei gestalten zu können. Dieses große Geschenk aus der jüdischen Tradition, von den Christen als Tag der Auferstehung Jesu angenommen, sei aber in Gefahr. „Es gibt fast keine Familie mehr, wo nicht jemand am Sonntag arbeiten muss“, so Gruber. Hubert Wittner pflichtete ihm bei und berichtete, dass es auch im Sportverein immer wieder vorkomme, dass Spieler und Ehrenamtliche des Vereins wegen einer Arbeitsverpflichtung nicht da sein könnten.

Bitte um Bewusstsein

Dechant Markus Blümel von der katholischen Kirchengemeinde Eiterfeld sprach darum ein Gebet, in dem er um das Bewusstsein in der Bevölkerung bat, den Sonntag zu schützen. Daran werden nun alle erinnert, wenn sie den Fußballern bei der Torjagd zusehen. (red/nm)

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