Ehemann musste bremsen - 66-Jährige fuhr auf

Auf dem Weg zum Helmkauf: Frau stürzt vom Fahrrad und stirbt nach schweren Kopfverletzungen

Hohenroda. Ein schwerer Unfall hat sich am Mittwochmittag im östlichen Landkreis ereignet. Eine 66 Jahre alte Frau aus Hohenroda zog sich bei einem Sturz vom Fahrrad schwere Kopfverletzungen zu. Die Tragik dabei: Sie war unterwegs nach Vacha, um sich einen Fahrradhelm zu kaufen.

Die 66-Jährige fuhr mit ihrem sechs Jahre älteren Mann gegen 11.15 Uhr auf der Kreisstraße zwischen Ausbach und dem Kali-Werk - er vorneweg, sie hinterher. Wie Polizeisprecher Manfred Knoch mitteilte, hat der Ehemann etwa 400 Meter außerhalb von Ausbach vermutlich gebremst. Warum ist bislang noch unbekannt.

Seine Ehefrau fuhr mit ihrem Rad auf. Sie stürzte und prallte mit dem Kopf auf die Fahrbahn. Genauso wie ihr Mann trug auch sie keinen Fahrradhelm und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Die 66-jährige musste mit einem Rettungshubschrauber zur Behandlung in das Klinikum nach Fulda geflogen werden.

Das Ehepaar hatte zuvor die Berichterstattungen über ein Urteil des Bundesgerichtshofs zum Thema Fahrradhelme verfolgt. Das BGH hatte am Dienstag entschieden, dass ein Radfahrer bei einem unverschuldeten Unfall auch dann vollen Anspruch auf Schadenersatz hat, wenn er keinen Helm trägt. Danach hatte das Ehepaar entschieden, sich in Vacha Helme zu kaufen. Auf der Fahrt dorthin kam es zum tragischen Unfall. (mcj)

Wie die Polizei berichtete, ist die 66-jährige Radfahrerin aus Hohenroda in den frühen Morgenstunden am Donnerstag im Klinikum Fulda an ihren erheblichen Kopfverletzungen verstorben.

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