Serbischer Bischof zelebrierte Gottesdienst in neuer orthodoxer Klosterkirche

Erste Feier mit 300 Pilgern in Unterufhausen

Erste göttliche Liturgie: Die Holzkirche ist einer serbischen Kloster-Kirche des 13. Jahrhunderts nachempfunden.

Unterufhausen. Trotz schlechter Wetter-Prognose hatte der Heilige Justin von Celje als Patron der orthodoxen Einsiedelei in Eiterfeld-Unterufhausen seinen Festtag am vergangenen Sonntag mit strahlendem Sonnenschein versorgt. Die Mönchsgemeinschaft des Heiligen Spyridon in Geilnau in der Verkündigungs-St.-Justin Einsiedelei verband ihr Patronatsfest für den Heiligen Justin zudem mit einem besonderen Fest.

In Reisebussen angereist

Knapp 300 Pilger aus allen Teilen Deutschlands waren – teils in Reisebussen – zur erstmaligen Feier der göttlichen Liturgie in der neu erbauten Holzkirche des Klosters (wir berichteten) eingetroffen. Sie alle hatten durch ihre Spenden oder tätige Mithilfe dafür gesorgt, dass innerhalb nur eines Jahres die große, einer serbischen Kloster-Kirche des 13. Jahrhunderts nachempfundene, Holzkonstruktion im Rohbau vollendet werden konnte.

Der serbische Bischof von Frankfurt und ganz Deutschland, Sergije, betonte in seiner Predigt, dass der Bau eines Klosters nicht nur Sache der Mönche, sondern Anliegen und Aufgabe für alle Gläubigen ist, die hier eine geistliche Heimat finden und wirksame Hilfe erhalten. Er gratulierte dem Vorsteher der Einsiedelei, Priester-S’chimamönch Justin, zur vollbrachten Arbeit und segnete ihn zum Rang eines Protosindjels – dies entspricht bei orthodoxen Weltpriestern einem Erzpriester. Besonders festlich wurde der Gottesdienst durch das Zusammenwirken dreier Chöre: der Sänger der Einsiedelei, der St.-Spyridon-Gemeinde in der Skite zu Geilnau und der St.-Christophorus-Gemeinde aus Mainz.

Picknick unter den Bäumen

Da das Kloster eine Bewirtung so vieler Gäste noch nicht zu leisten vermag, und darum auch von weiteren Einladungen im Umkreis hatte absehen müssen, waren die Gäste gebeten worden, Picknickspeisen mitzubringen. Es war ein schönes Bild, wie rings um Kirche und Klosterteiche die Familien und Gemeindegruppen auf mitgebrachten Decken im Schatten der Obstbäume lagerten. (red/nm)

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