Firma Imes Icore entwickelt sich rasant

Von Eiterfeld nach China

Stolz auf ihre Produkte: Christoph Stark (links), Geschäftsführer und Gesellschafter der Imes Icore GmbH, und Moritz Firle, Marketing, mit einer Koffereinlage für Präzisionsteile. Im Hintergrund ist eine 5-Achsen CNC-Fräsmaschine zu sehen. Foto: Maaz

Eiterfeld. Ob Zahnersatz, Herzschrittmacher, orthopädische Einlagen, Schmuck oder Shampooflaschen: Die auf Hundertstelmillimeter genauen Laser-, Wasserstrahlschneid- und Fräsmaschinen von Imes Icore aus Eiterfeld werden in ganz unterschiedlichen Branchen eingesetzt, von der Metallbearbeitung bis zur Keramikbearbeitung in der Medizintechnik.

Die Imes Icore GmbH als Spezialist für Maschinenbau ist ein Unternehmen der international tätigen Isel-Gruppe und seit 2003 im Eiterfelder Gewerbegebiet ansässig. Etwas versteckt im Leibolzgraben und an der Sachsenstraße hat sich die Firma in den vergangen Jahren rasant entwickelt. Aus anfangs zehn Mitarbeitern sind inzwischen 120 geworden, und der Bedarf an weiteren Fachkräften ist da.

Nachwuchs aus der Region

Dabei setzen Geschäftsführer und Gesellschafter Christoph Stark und Hugo Isert vor allem auf Nachwuchs aus der Region, der sich mit der Technologie identifiziert und nicht nach wenigen Jahren wieder in die Großstadt „flüchtet“. „Die meisten unserer Mitarbeiter kommen aus den Kreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg“, so Stark. „Wir sind noch jung, aber schon verhältnismäßig groß“, beschreibt der 49-Jährige die Entwicklung von Imes Icore.

Etwa zehn Auszubildende im technischen und im kaufmännischen Bereich gibt es bei Imes Icore. Seit vergangenem Jahr besteht auch die Möglichkeit, ein duales Studium über die Eiterfelder Firma zu absolvieren. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Stark, der aus Soisdorf stammt. Auch an der THM in Bad Hersfeld hat Imes Icore einen Studierenden.

In der Produktionshalle von Imes Icore wird fleißig und konzentriert an den unterschiedlichen Maschinen und Systemen gearbeitet. Nebenan surren verschiedene Maschinen, darunter auch eine, die mit 4000 Bar Hochdruck-Wasserstrahl funktioniert. Eine Ausstellung ist mit allerhand Beispiel-Maschinen und -Produkten ausgestattet, wie sie mit der Technik aus dem Hause imes-icore hergestellt und bearbeitet werden können.

Der Eiterfelder Standort ist mit rund 15 000 Quadratmetern und der Möglichkeit zur Erweiterung der größte der Gruppe. 600 bis 700 Maschinen verkaufen Stark und sein Team pro Jahr. Dabei sollen die Kunden „alles aus einer Hand“ erhalten, so Stark – inklusive Software und Service, wenn gewünscht. Auch ganz individuelle Lösungen sind möglich.

Für die Produkte von Imes Icore interessiert sich übrigens auch eine chinesische Staatsfirma, die Shenyang Machine Tool Group. Mit rund 100 000 verkauften Maschinensystemen und 20 000 Mitarbeitern ist die SYMG eine der größten Unternehmensgruppen für den Maschinenbau weltweit, erklärt Stark, der von einer offenen Zusammenarbeit spricht und „ein gutes Gefühl“ bei der Sache hat. Der Kontakt ist vor circa zwei Jahren auf einer Messe in Peking entstanden. Erst vor kurzem war eine 20-köpfige Delegation aus China in Eiterfeld zu Gast, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Beeindruckt seien die Chinesen, wie eine verhältnismäßig kleine Firma wie Imes Icore es schaffe, so viele unterschiedliche Produkte und Technologien zu entwickeln, zu produzieren und zu verkaufen, sagt Stark. Eingesetzt werden sollen die deutschen Produkte anfänglich in der medizinischen Versorgung. Für Christoph Stark geht es im September wieder nach China. Chinesisch lernen möchte er aber (noch) nicht. „Wir kommunizieren auf Englisch“, sagt er lachend.

Von Nadine Maaz

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