Gemeinde soll sich für Kreisel im Ort einsetzen

Eiterfeld lehnt Energieplan ab

Eiterfelds Ortsmitte: Hier soll ein Kreisverkehr dazu beitragen, mehr Verkehrssicherheit zu gewährleisten sowie Rückstaus zu vermeiden. Foto: Reddig

Eiterfeld. Die Stellungnahme der Gemeinde Eiterfeld zum Teilregionalplan Energie Nordhessen war Thema der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Eiterfeld. Auch der geplante Kreisel an der Kreuzung zur Kirche und die Breitbandversorgung kamen zur Sprache.

Die Gemeinde Eiterfeld will in einem Schreiben Stellung zum Teilregionalplan Energie Nordhessen nehmen. Darin werden die Vorranggebiete im Kreis Fulda und Hersfeld-Rotenburg, die Eiterfeld betreffen, abgelehnt. Begründet wird dies damit, dass der Schutz von Natur, Tier, Mensch und Denkmälern wie Schloss Fürsteneck bei der Planung nicht genügend Beachtung geschenkt werde.

Vertrauen in Politik zerstört

Der Vorsitzende der FWG, Theodor Kohlmann, stimmte dem zu: „Grundsätzlich sind alle Fraktionsmitglieder für die Energiewende. Jedoch hat die konzeptlose und unausgewogene Umsetzung das Vertrauen der Bürger in die Politik zerstört.“ So habe Eiterfeld durch seine beiden Windräder, drei Biogasanlagen und Photovoltaikanlagen seinen Anteil zu Alternativenergien geliefert. Dem schlossen sich Gert Oehrling, CDU-Fraktionsvorsitzender, und Hubert Wittner, SPD-Fraktionsvorsitzender, an.

Widerspruch gab es von den Grünen: Andreas Hoffmann und Joachim Nophut kritisierten vor allem, dass dem Schreiben Alternativvorschläge fehlen würde. „Irgendwo müssen die Dinger ja stehen. Das Schreiben ist nicht lösungsorientiert“, sagte Hoffmann. Nophut beanstandete neben inhaltlichen Ungenauigkeiten auch Rechtschreibfehler: „Das liest sich wie eine zusammengewürfelte Hausarbeit eines Lichtbergschülers.“ Mit drei Gegenstimmen stimmten die Gemeindevertreter dem Schreiben zu.

Des Weiteren stand ein Antrag der Koalitionsfraktionen FWG-SPD auf der Tagesordnung, in der die Gemeinde beauftragt wurde, sich mit Hessen Mobil um die Umsetzung eines Kreisels an der Kreuzung bei der St.-Georg-Kirche zu kümmern. Dort treffen die Fürsteneckerstraße und Hünfelderstraße auf die vorfahrtsberechtigten Straßen Bahnhofstraße und Marktstraße. In der Vergangenheit sei es zu zahlreichen Unfällen gekommen; auch die Verkehrsdichte habe zugenommen. Finanziell sei die Gemeinde auf Unterstützung angewiesen, betonte Bürgermeister Hermann-Josef Scheich. Weil laut Hessen Mobil eine Förderung durch das Land ausgeschlossen ist, hat man sich nun an den Bund gewandt. Die Gemeindevertreter stimmten dem Antrag alle zu.

Des Weiteren gab Scheich auf Anfrage von FWG/SPD Auskunft zum Stand des Breitbandausbaus in Eiterfeld. Demnach sollen die Breitbanddienste in Eiterfeld und den Ortsteilen Buchenau, Wölf, Fürsteneck, Arzell, Körnbach, Leibolz ab Juli und in Großentaft ab August verfügbar sein. Um auch die restlichen Orte an das Netz anbinden zu können, werden noch 2015 Baumaßnahmen beginnen. Die Dienste selbst werden voraussichtlich Anfang 2016 nutzbar sein.

Von Sophia Redding

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