Bürgermeister Hermann-Josef Scheich legt Haushalt für das kommende Jahr vor – Gespräche über mögliche Quartiere für Flüchtlinge in der Gemeinde

In Eiterfeld gelingt der dritte Ausgleich in Folge

Eiterfeld. Gute Nachricht vor der Weihnachtspause: Zum dritten Mal in Folge hat Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich den Gemeindevertretern am Freitagabend einen ausgeglichenen Haushalt vorgestellt.

Der Ergebnishaushalt im Entwurf für das Jahr 2016 schließt mit einem kleinen Plus ab. Im Finanzhaushalt sind vor allem Investitionen in die Infrastruktur der Marktgemeinde zu finden – fast 1,7 Millionen Euro machen allein verschiedene Hoch- und Tiefbaumaßnahmen aus.

Veränderte Bedingungen

Grundlage des Haushaltsentwurfs sind laut Scheich die Änderungen des neuen kommunalen Finanzausgleichs, der im Juli beschlossen wurde. Um den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden und natürlich um ein positives Ergebnis zu erreichen, sei „eine Mischung von Ausgabenkürzungen und Einnahmeerhöhungen“ notwendig gewesen, erläuterte der Bürgermeister bei der Einbringung des Haushalts. Das trifft auch die Bürger und Unternehmer.

So sollen die Grundsteuern A und B im kommenden Jahr von 300 vom Hundert auf dann 332 und 365 vom Hundert steigen. Die Gewerbesteuer wird ebenfalls geringfügig angehoben, und zwar von 350 auf 357 vom Hundert. Folgende Eckdaten gab Scheich außerdem bekannt: Im Ergebnishaushalt stehen Erträge in Höhe von 14 548 514 Euro Aufwendungen in Höhe von 14 535 719 Euro gegenüber, was einen Überschuss von 12 795 Euro ergibt. Größter Aufwand sind Steuern in Höhe von rund 5,6 Millionen Euro. 5,5 Millionen Euro fallen an Umlagen für Gewerbesteuer-, Kreis- und Schulumlage an.

Dem gegenüber stehen fünf Millionen an Gewerbesteuereinnahmen. Ein weiterer großer Posten für die Gemeinde sind die Personalkosten mit insgesamt 3,1 Millionen Euro.

Der Schuldenstand wird laut Scheich Ende 2016 voraussichtlich 4,7 Millionen Euro betragen. „Insgesamt hat sich die Marktgemeinde Eiterfeld im Vergleich mit anderen Kommunen sehr gut positioniert“, freute sich der Bürgermeister dennoch. Man könne zuversichtlich und guten Mutes in die Zukunft schauen, wenngleich es noch einige Unabwägbarkeiten gebe.

So seien zum Beispiel mögliche finanzielle Folgen für die Unterbringung von Flüchtlingen noch nicht absehbar. Bereits seit einigen Monaten finden laut Scheich Gespräche zwischen Eigentümern von Grundstücken und Objekten in Eiterfeld mit dem Landkreis statt.

Konkrete Pläne gibt es aber offenbar noch nicht. Die Gemeindevertreter haben nun Zeit, sich eingehend mit dem umfassenden Zahlenwerk zu beschäftigen. Beraten und beschlossen werden soll der Haushalt dann in der nächsten Sitzung im Januar.

Von Nadine Maaz

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare