Das Kinder- und Jugendtheater Großentaft lädt zu gleich zwei Vorstellungen ein

Aufregung an Elses Imbiss

Die Däfter Jugendbühne: vorne sitzen die Kinderschauspieler. In den beiden hinteren Reihen sitzen und stehen die jugendlichen Schauspieler. Foto:  chd

Großentaft. Das Kinder- und Jugendtheater Großentaft lädt zu zwei Vorstellungen ins Dorfgemeinschaftshaus Großentaft ein: für Samstag, 9. Mai, ab 20 Uhr und Sonntag, 10. Mai, ab 14.30 Uhr. Gespielt werden jeweils zwei Theaterstücke: „Das Kartenhaus“ und „Meet & Greet, die Supersuchmaschine“.

Schon seit Wochen wird im DGH geprobt und der Theaterpädagoge Bernd Krieg gibt die letzten Probe-Termine vor den Auftritten bekannt: Dienstag, Mittwoch, Freitag abends und Samstagmorgen.

Es wird schon allerhand Leistung abverlangt von den Acht- bis Zwölfjährigen. Aber man merkt sofort, dass es ihnen Spaß macht und manchmal hat es den Anschein, als müssten die Regisseure Susanne Witzel, Anja Wiegand und Bernd Krieg einen Sack fröhlicher, spielfreudiger Flöhe hüten. Das Stück „Meet & Greet“ von Theresa Hochmuth passt optimal zur Gruppe.

Maschine für lästige Aufgaben

Die jungen Schüler sollen sich in dem Stück auf einen Vortrag vorbereiten. Und zwar über berühmte Persönlichkeiten. Rechtzeitig fällt Arne ein, dass da noch eine Maschine im Keller schlummert, die lästige Schulaufgaben erledigt. Damit kann er jede beliebige Person, ob lebend oder tot, historisch oder fiktiv, direkt ins Klassenzimmer ordern. Der Haken an der Sache: Es klappt zwar Gaius Julius Cäsar, Lady Gaga und Old Shatterhand ins Klassenzimmer zu holen. Aber die selbstbewussten Persönlichkeiten lassen sich nicht mehr zurückbeordern. Sie laufen auf dem Schulhof herum und anderswo, und es wird nötig, sie wieder einzufangen. Ein kurzweiliges Spektakel, das man gesehen haben muss.

Für die Pause ist schon alles organisiert. Die aktiven Mitglieder der Theatergruppe sind gefordert und nach dem Kartenverkauf soll der Würstchen- und Getränkeverkauf folgen. Nach der Pause präsentieren die Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren den Krimi „Das Kartenhaus“ von Gabriele Seba.

Die Rollen sind modern gestaltet und hinter manchem jungen Schauspieler meint man, die Mama oder den Papa zu erkennen, als sie vor 15 Jahren auf der gleichen Bühne standen und gespielt haben. Die Schauspielerei scheint im Blut zu liegen. Was und wie die Jugendlichen den Krimi auf die Bühne bringen, ist auch ein Verdienst der feinfühligen Regisseure.

Elses Imbissbude steht direkt vor der Lichtbergschule. Else versorgt neben der Laufkundschaft vor allen Dingen die Schüler mit Würstchen, Hamburger und Pommes. Vier Freundinnen besuchen Else jeden Tag, auch um über ihre Schulprobleme zu berichten. Elses Hilfe ist gefragt, als der Diebstahl wertvollen Schmucks die Mädchenclique in Aufregung versetzt. Schließlich wird eine von ihnen verdächtigt, gestohlen zu haben. Die Straftat ruft nicht nur die Polizei und Presse auf den Plan. Der seltsame neue Englischlehrer Herr Götz und zwei undurchsichtige Gestalten sorgen außerdem für ein vergnügliches Durcheinander. Die Mädchen versuchen schließlich auf eigene Faust den Diebstahl aufzuklären. Wie schon so oft hat Kerstin Kalb ein fantastisches Bühnenbild gemalt. Chanise Kalb wird als Souffleuse aktiv sein. Kartenvorverkauf bei der Sparkasse und der VR-Bank Großentaft sowie im Gasthaus zur Linde und im Kaffeestübchen Doris Kommer. Die Einzelkarte kostet fünf Euro, die Familienkarte gibt es für 15 Euro. (chd)

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