Halbseitige Straßensperrung bei Treischfeld – Spezialfirma reinigt Rohre

Arbeiten nach Störfall in Biogasanlage dauern an

Großeinsatz in Treischfeld: Die Feuerwehr sowie Mitarbeiter des Eiterfelder Bauhofs errichteten nach dem Störfall in der örtlichen Biogasanlage Ölsperren in der Taft. Foto: Maaz

Treischfeld. Nach dem Störunfall an der Biogasanlage in Eiterfeld-Treischfeld am Mittwoch (wir berichteten) dauern die „Aufräumarbeiten“ weiter an.

Die Landesstraße zwischen Treischfeld und Großentaft ist noch bis voraussichtlich Dienstag, 6. Oktober, halbseitig gesperrt. Dort werden die mit Gülleschlamm verschmutzten Gräben gereinigt. Eine Spezialfirma muss zudem die Rohre in Treischfeld reinigen, wobei die Experten darauf achten müssen, dass nicht erneut Gülleschlamm austritt und für weitere Verunreinigungen in der Natur sorgt. Gestern wurden zudem weitere tote Fische eingesammelt. In der Taft lebten Bachforellen, Saiblinge und Aale.

In der Biogasanlage waren wegen eines technischen Defekts am Mittwochmorgen eine große Menge Gülle und rund 20 Liter Diesel ausgetreten und hatten sich ihren Weg in die Natur gebahnt. Straßengräben und die Taft wurden verunreinigt.

Im Einsatz waren unter anderem zahlreiche Feuerwehrkräfte und Bauhofmitarbeiter, die Ölsperren im Wasser errichteten, sowie mehrere Landwirte aus der der Umgebung, die halfen Gülleschlamm zu entfernen. Auch Vertreter von Hessen Mobil, des Regierungspräsidiums, des Ordnungsamts, der Wasserschutzbehörde und Polizisten waren vor Ort.

Bis wohin sich Gülle und Diesel im Wasser ihren Weg gebahnt haben, ist noch ganz klar, auch an der Ulster soll es Verunreinigungen gegeben haben. Zur genauen Menge der ausgelaufenen Gülle konnte die Untere Wasserschutzbehörde noch keine Angaben machen.

Der Betreiber der Anlage hatte sich am Mittwoch für den Vorfall entschuldigt, für den allerdings niemand etwas könne. (nm)

Kommentare