Bürgermeister gibt Entwarnung

Schwermetall: Heringer Trinkwasser ist nicht belastet

Heringen. Nach dem Bekanntwerden einer erhöhten Schwermetallkonzentration im Bereich der Hattorfer Abraumhalde gibt Heringens Bürgermeister Daniel Iliev Entwarnung für das Gebiet in und um Heringen.

In Absprache mit den Stadtwerken seien hier keine Belastungen sowohl für die Stadt als auch für die Mitglieder des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV), Philippsthal und Friedewald, messbar.

„Unsere Stadtwerke haben es sich noch einmal schwarz auf weiß bestätigen lassen, dass unsere Trinkwasserqualität einwandfrei ist. Anders als in Hattorf haben wir in Heringen ganz andere geologische Bedingungen. Erhöhte Schwermetallkonzentrationen, die auf die Abraumhalde zurückzuführen wären, können damit ausgeschlossen werden“, zeigt sich Iliev erleichtert. Gleichzeitig fragt sich Heringens Stadtoberhaupt in einer Pressemitteilung, warum gerade zur jetzigen Zeit, in der das Damoklesschwert über dem Werratal schwebe, angebliche Skandale provoziert würden. Immerhin sei die Datenlage den Behörden bereits seit Jahren bekannt.

Eine Auswirkung von Grundwasser-Belastungen mit Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium auf die Trinkwasser-Qualität in den Versorgungsbereichen der Stadtwerke Heringen und des Wasserbeschaffungsverbandes durch die beiden bestehenden Rückstandshalden sei nach einer kürzlich vorgenommenen Prüfung nicht nachweisbar gewesen.

Die insgesamt 10 Prozent (von 221 Einzelproben) der Messwerte, die im nachweisbaren Bereich lagen, gingen laut Pressemitteilung auf die in der häuslichen Trinkwasserinstallation verbauten Werkstoffe zurück und blieben weit unter den zugehörigen Grenzwerten der Trinkwasserverordnung. Insofern sei auch für Zink eine nennenswerte Beeinträchtigung nicht zu erwarten, da eine Belastung mit Zink im Normalfall ebenfalls aus der häuslichen Trinkwasserinstallation herrühre, heißt es in der Mitteilung des Bürgermeisters abschließend. (red/jce)

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