Stadt wird zum Nadelöhr – Arbeiten dauern bis Ende 2017

Straßenbau in der Ortsdurchfahrt von Heringen beginnt

Symbolischer Akt: Vertreter von Stadt, Stadtwerken, Planungsbüros und Baufirma setzten auf einer benachbarten Grünfläche den ersten Spatenstich für die Kanalsanierung in der Ortsdurchfahrt Heringen. Foto: Eisenberg

Heringen. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben am Montag die Wasser- und Kanalbauarbeiten in der Heringer Innenstadt begonnen.

Für etwa eineinhalb Jahre, bis Ende 2017, wird die Ortsdurchfahrt der Landesstraße 3172 in der Kernstadt damit zur Baustelle. Gearbeitet wird in mehreren Bauabschnitten. Bis Ende dieses Jahres erneuern die Mitarbeiter der Eiterfelder Baufirma Giebel in der Leimbacher Straße und der Straße Im Benzel Hauptkanal, Hausanschlüsse und Wasserleitungen. Gearbeitet wird bei halbseitiger Straßensperrung. Eine Ampel regelt den Verkehr. Auf der Leimbacher Straße werden anschließend nur die Baugräben geschlossen. Eine Kompletterneuerung der Fahrbahn ist nicht angedacht.

Vollsperrung ab 2017

Ab Frühjahr 2017 geht es dann auf der Hauptstraße in der Innenstadt weiter. Auch hier werden Kanäle, Wasserleitungen und Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich ausgetauscht. Zudem soll in Zusammenarbeit mit der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil auch eine neue Fahrbahn entstehen. Gebaut werden soll unter Vollsperrung der viel befahrenen Hauptstraße – allerdings in vier Teilabschnitten, um die Zufahrt zu den dort ansässigen Geschäften so lange wie möglich zu gewährleisten, erläuterte Bürgermeister Hans Ries. Insgesamt werden im Zuge der Baumaßnahme in der Heringer Innenstadt 1,6 Kilometer Wasserleitungen und 1,2 Kilometer Hauptkanal erneuert.

Von den Gesamtkosten von rund 3,4 Millionen Euro entfallen rund 1,47 Millionen Euro für den Kanalbau, 740 400 Euro für den Wasserleitungsbau sowie 786 700 Euro für Straßenbau auf die Stadt Heringen. Mit weiteren 403 000 Euro ist Hessen Mobil an der Baumaßnahme beteiligt.

Allerdings finanziert auch diese Kosten die Stadt Heringen über das sogenannte Kommunale-Investitions-Modell vor. Das Land Hessen wird seinen Anteil ab 2020 in zehn Jahresraten zurückerstatten. Die Zinsen dieser Vorfinanzierung von etwa 500 000 Euro muss jedoch die Stadt Heringen tragen (unsere Zeitung berichtete).

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