Gottesdienst auf dem Monte Kali bei Widdershausen mit 286 Gästen gefeiert

Fünf Minuten Himmel auf dem Monte Kali

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Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst zu Himmelfahrt auf dem Monte Kali durch den Posaunenchor Wölfershausen/Lengers unter der Leitung von Felix Waldmann.

Heringen. „Fünf Minuten Himmel“, unter diese Überschrift hatte Pröpstin Sabine Kropf-Brandau ihre Predigt während des Himmelfahrtgottesdienstes auf dem Monte Kali gestellt, zu dem die evangelischen Kirchengemeinden im Werratal gemeinsam mit dem Werk Werra der K+S Kali GmbH eingeladen hatten.

Die zahlreichen Gottesdienstbesucher, offiziell waren 286 registriert, erwartete nach dem mit etwas Anstrengung verbundenen Aufstieg – vom Haldenfuß am Hexentanzplatz bis zum Plateau sind immerhin rund 120 Höhenmeter zu bewältigen – am Ende sogar weit mehr als eine Stunde Himmel.

Pröpstin Kropf-Brandau und der Widdershäuser Pfarrer Wilfried Marnach feierten unter freiem Himmel hoch über dem Werratal einen besonderen Gottesdienst an einem außergewöhnlichen Ort. In ihrer Predigt unterstrich die Pröpstin, dass die Bewahrung der Schöpfung aber auch von Arbeitsplätzen in einem ausgeglichen Verhältnis stehen muss und betonte, dass wir alle ab und an „fünf Minuten Himmel“ brauchen.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Wölfershausen-Lengers unter Leitung von Felix Waldmann, der übrigens auch die Bergmannskapelle Wintershall dirigiert. Nach Erteilung des Segens wurde, wie im Kali-Revier guter Brauch, gemeinsam das Steigerlied angestimmt.

Haldenführung

Im Anschluss gab es für alle Teilnehmer noch eine Führung über das 18 Hektar große Haldenplateau. Während die Kinder vor allem die riesigen Maschinen, Förderbänder, Verteilerstationen, und Planierraupen bestaunten, freuten sich die Erwachsenen über das weite Panorama vom Thüringer Wald über die Rhön bis hin zum nordhessischen Bergland.

Himmelfahrt: Gottesdienst auf dem Monte Kali

Die Idee für einen Berggottesdienst auf dem Monte Kali hatte laut Pfarrer Marnach der Widdershäuser Kirchenvorstand. Bei den Verantwortlichen von K+S sei man mit dem Vorschlag sofort auf offene Ohren gestoßen.

„Insgesamt haben wir für Vorbereitung und Organisation der Veranstaltung rund ein halbes Jahr benötigt“, so der Widdershäuser Pfarrer weiter. Um so mehr freute er sich über die hohe Zahl an Gottesdienstbesuchern, welche auch die kühnsten Erwartungen bei weitem übertroffen hätte.

Von Thomas Landsiedel

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