Treffen mit SPD-Landtagsfraktionen: Rathauschefs fordern Bekenntnis zu K+S

Bürgermeister wollen Klarheit

Trafen sich zum Gespräch bei K+S: Vertreter der SPD-Landtagsfraktionen aus Hessen und Thüringen, des Kaliwerks Werra sowie die Bürgermeister der Standortkommunen. Foto: nh

PHILIPPSTHAL/HOHENRODA/HERINGEN. Die Bürgermeister Ralf Orth (Philippsthal), Andre Stenda (Hohenroda) und Daniel Iliev (Heingen) haben sich mit Vertretern der hessischen und thüringischen SPD-Landtagsfraktionen sowie der Werksleitung von K+S in Unterbreizbach und Hattorf getroffen.

Die drei Bürgermeister erneuerten dabei laut Pressemitteilung ihre Forderung gegenüber der Landespolitik, dass endlich Klarheit über den Fortbestand der Werke sowie der zahlreichen Arbeitsplätze herrschen müsse.

Seit Kurzem hängen an verschiedenen Orten Heringens Transparente mit dem Slogan: „Wenn das Kaliwerk Werra stirbt, dann stirbt auch die Region“. „Treffender kann man es nicht formulieren“, so Heringens Stadtoberhaupt Daniel Iliev. „Wir haben Angst vor der ungewissen Zukunft. Vom heutigen Treffen verspreche ich mir, dass die SPD-Fraktionen beider Bundesländer Druck auf ihre jeweiligen Landesregierungen ausüben und sich für den Erhalt der Arbeitsplätze aussprechen. Die heutigen Gespräche stimmen mich jedoch positiv, dass an dieser Stelle etwas passiert.“

„Seit Jahrzehnten ist das Werratal der Motor einer ganzen Region. Umso unverständlicher ist es, dass ausgerechnet das Land Hessen bis heute keine eindeutige Position pro K+S und den Kalikumpeln bezieht“, so Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth. Stattdessen werde das Unternehmen gerade unter der schwarz-grünen Regierung zur Disposition gestellt. Das dürfe nicht länger hingenommen werden. „Wir fordern keine wortreichen Bekundungen sondern handfeste Taten, um die Arbeitsplätze bei K+S langfristig zu sichern“, wird der Rathauschef in der Pressemitteilung zitiert.

„Der Erhalt der Kaliwerke sowie der damit verbundenen Arbeitsplätze sollte oberste Priorität haben. Wir fordern deswegen die gesamten politischen Ebenen zu einer klaren Positionierung pro K+S und deren Mitarbeiter auf“, betont Hohenrodas Bürgermeister André Stenda. Durch den Gewinneinbruch des Kali-Produzenten haben vor Kurzem Philippsthal und Heringen eine Haushaltssperre bekanntgegeben. Hinzu kämen die berechtigten Sorgen der Kumpel um ihre Arbeitsplätze. „Schwierige Zeiten für das Werra-Revier, die nun die Solidarität ihrer Städte und Gemeinden mehr denn je benötigen“, teilen die Verwaltungschefs abschließend mit. (red/jce)

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