Sie möchte als Rathauschefin Hinweise aus der Bevölkerung nicht missen

Kandidatin Claudia Kalla: Die Bürger im Blick

+
Claudia Kalla setzt als Bürgermeisterin auf das Miteinander.

Heringen. „Je länger ich in Heringen lebe und je mehr ich von den Menschen dieser Stadt darüber erfahre, desto mehr wächst sie mir ans Herz“, sagt Claudia Kalla.

Mit ihrer Kandidatur für das Bürgermeisteramt möchte sie etwas von diesem Wohlgefühl an die Heringer zurückgeben. In einem ersten Schritt versucht sie dies über viele persönliche Gespräche, die sie im Vorfeld der Bürgermeisterwahl führt. Doch auch nach der Wahl soll dieser persönliche Kontakt nicht abreißen, da sie das Miteinander bei ihren bisherigen Bürgerkontakten als sehr angenehm empfunden hat.

Engagierter Wahlkampf

Derzeit hat sich Kalla von ihrem Arbeitgeber auf halbe Stelle setzen lassen, um sich intensiv auf den Wahlkampf einlassen zu können. Auch ihr Mann hält ihr derzeit den Rücken frei, damit seine Frau die Stadt für und mit den Menschen weiterentwickeln kann. Denn die Menschen sind es ihrer Meinung nach, die Heringen prägen. Um ihr Heringen weiter voranzubringen, will sie künftig natürlich auf die Kompetenz der Mitarbeiter im Rathaus zurückgreifen. „Ich stehe für eine offene Diskussionskultur.“ Ihre derzeit begonnenen Haustürgespräche möchte Kalla auch nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin fortsetzen. Dabei dürften die Bürger der Bürgermeisterin mitteilen, wo sie der Schuh drückt. Natürlich soll es auch den direkten Kontakt bei Bürgerforen geben.

Die Sanierung der Hauptstraße im Kernort sei ihrer Meinung nach ein solches Projekt, in dessen Umsetzung die Bürger und die Stadtverordneten miteingebunden sein müssten. „Ziel ist es, ein gemeinsames Innenstadtkonzept zu erarbeiten.“

Dabei möchte Kalla aber nicht die Stadtteile aus den Augen verlieren. Es gehe nicht alleine um den Kernort. Vielmehr müsse ein Gesamtkonzept entstehen. „Wir müssen schauen, was kurzfristig zu realisieren sein wird.“ Neben der Verbesserung des Angebots müsse zudem auch auf die Gestaltung geachtet werden. „Heringen muss attraktiver werden. Das kann über die Lichtgestaltung, Ruhezonen und anderes erreicht werden.“

Mit Blick auf die immer älter werdende Gesellschaft möchte Kalla die Standortvorteile Heringens als Wettbewerbsvorteil herausarbeiten. „Hier kann sich jeder ein Häuschen mit Garten leisten. Das müssen wir bundesweit über Werbung für Firmen kundtun. Die Zeit der Großindustrie ist zwar vorbei, aber in der Mitte Deutschlands können sich auch Unternehmen ansiedeln, die keine großen Flächen brauchen. Dabei kann uns die gute Breitbandversorgung helfen.“

Die Segel neu setzen

Für die Menschen in Heringen möchte Kalla gerne einen Ausspruch des griechischen Philosophen Aristoteles umsetzen: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

Von Mario Reymond

Mehr zum Thema

Kommentare