„Wir sind bereit“

Im Gewerbegebiet Neukirchen schreiten die Arbeiten voran – Anfragen liegen vor

Hoffen auf interessierte Bauherren für das Gewerbegebiet Neukirchen: Elmar Franke von der Hessischen Landgesellschaft, Bürgermeister Gerd Lang und Bauamtsleiter Sören Dietz (von links). Im Hintergrund ist links das ebenfalls im Bau befindliche Regenrückhaltebecken zu sehen. Foto: Maaz

Neukirchen. „Man sieht, es geht weiter“, sagt Haunetals Bürgermeister Gerd Lang mit Blick auf das im Bau befindliche Gewerbegebiet an der B 27 in Neukirchen.

Derzeit geht es mit den Erschließungsarbeiten weiter, gefolgt von den Arbeiten für die Wasser- und Stromversorgung. Auch Leerrohre für die Telekom werden demnächst verlegt. „Interessenten könnten zumindest im vorderen Teil im Prinzip sofort loslegen und bauen“, berichtet Bauamtsleiter Sören Dietz und Gerd Lang ergänzt: „Wir sind bereit.“ Circa 20 000 Quadratmeter Fläche stehen im ersten Bauabschnitt mit zwei Grundstücken zur Verfügung, wobei über die Grundstücksgrößen auch je nach Art und Bedarf der Ansiedlungen noch verhandelt werden könne.

Auch der Baupreis ist noch nicht exakt festgelegt. „Darüber werden wir in Kürze im Gemeindevorstand sprechen“, so Lang. Die Gemeinde sei außerdem mit anderen Kommunen im Gespräch, um von deren Erfahrungen mit ihren Gewerbegebieten zu profitieren. Man müsse konkurrenzfähig sein und bei konkreten Interessenten dann auch auf die möglichen Vorteile für die Gemeinde schauen, wie die Anzahl der Arbeitsplätze oder die zu erwartenden Steuereinnahmen.

Knapp 63 000 Quadratmeter beträgt die Gesamtfläche des Gewerbegebiets, von denen insgesamt 45 500 Quadratmeter nutzbare Gewerbefläche sind. Infrage kämen verschiedene Arten des Gewerbes; ein großes Möbelhaus oder eine stinkende Fabrik wird es jedoch nicht geben, betont Lang.

Konkrete Ansiedlungspläne gibt es weiterhin noch nicht, aber laut Bürgermeister mehrere Anfragen aus der Umgebung, darunter bestehende Unternehmen ebenso wie Neustarter. Auch wenn das Gebiet nicht unmittelbar in Autobahnnähe liegt, sehen Lang, Dietz und Elmar Franke als Projektleiter der Hessischen Landgesellschaft (HLG), einige Vorteile: So sei der direkte Anschluss an die Bundesstraße nicht zu verachten. Die Lage außerhalb des Ortskerns schütze andererseits die Bürger vor dem Anliegerverkehr.

Die HLG hat das Gebiet im Auftrag der Gemeinde mit entwickelt und ist auch Eigentümer. Dass bisher noch keine Grundstücke verkauft wurden, will Franke ebenfalls nicht negativ bewerten: „Es ist immer einfacher, fertige Flächen zu vermarkten, denn die meisten Unternehmen wollten sofort loslegen.“

Mit den Bauarbeiten war im Oktober 2010 begonnen worden, etwa 2,4 Millionen Euro betragen die Gesamtkosten für das Gewerbegebiet.

Von Nadine Maaz

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