Parlament bewilligte Zusatzkosten von 6850 Euro

Viel Geld für neue Radweg-Schilder in Haunetal

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Neukirchen. Mit dem Radweg durchs Haunetal tun sich die Gemeindevertreterinnen und -vertreter der Marktgemeinde Haunetal schwer. Tatsächlich handelt es sich um Feldwege, die im Gemeindegebiet als Teil des durchgehenden Radweges ausgewiesen werden.

„Wenn er auf Schotterwege kommt, weiß der Radfahrer, dass er in Haunetal ist“, meinte Hein-Peter Möller (SPD), der daran erinnerte, dass die Möglichkeit, den Weg auszubauen vor Jahren schon abgelehnt wurde.

Diesmal ging es deshalb nur um die Beschilderung, also den zweiten Schritt vor dem ersten, wie Möller anmerkte.

Kosten vervielfacht

Dafür hatte das Parlament vor einiger Zeit bereits eine Summe von 3750 Euro bewilligt, um eine einheitliche Ausschilderung des Weges auf der gesamten Strecke zu ermöglichen. Warum sich die Kosten von ursprünglich geplanten 12 500 Euro nun auf 42 400 Euro vervielfacht haben, sodass die Gemeinde Haunetal abzüglich des Fördergeldes weitere 6 851 Euro aufbringen soll, das war für die Vertreter aller drei Fraktionen nicht so recht einzusehen.

In den Fraktionen, im Gemeindevorstand und in den Ausschüssen war das Thema deshalb kontrovers diskutiert worden, ohne zu einer einheitlichen Meinung zu gelangen.

Ursula Wichmann (Gemeinsam für Haunetal, GfH), fragte, ob die Beschilderung zu diesem Preis wirklich notwendig sei. Es gebe schließlich bereits eine gute Beschilderung.

Sie wies aber auch, wie nach ihr Andreas Kimpel (CDU) und Hein-Peter Möller (SPD), auf die Vereinbarungen mit den Nachbargemeinden hin, an die man sich halten sollte.

Fehler gemacht?

Andreas Kimpel warf zudem die Frage auf, ob jemand Fehler gemacht habe, die zu der Kostenexplosion geführt hätten.

Einen Teil der Kostensteigerung erklärte Bürgermeister Gerd Lang mit Forderungen des „Förderungsgebers“. Er wies zudem darauf hin, dass es Möglichkeiten gebe, den Weg instandzusetzen und bat um Zustimmung für die zusätzlichen Kosten.

Mit Blick auf die Verpflichtung gegenüber den Nachbargemeinden fand sich dafür schließlich auch eine Mehrheit, bei zwei Nein-Stimmen von GfH.

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