Neubau der IBR-Messtechnik bezugsfertig

Aus Rhina auf den Weltmarkt

Händedruck und Schlussstrich: IBR-Chef Robert Rohrbach (links) und Bürgermeister Gerd Lang vor dem Firmenneubau. Foto: Struthoff

Haunetal. Der Neubau der Firma IBR-Messtechnik aus Rhina steht kurz vor der endgültigen Fertigstellung. In spätestens sechs Wochen sollen die letzten Spezial-Werkzeugmaschinen installiert sein und die Arbeit in vollem Umfang beginnen. Das erklärte gestern der IBR-Geschäftsführer Robert Rohrbach. Gleichzeitig zog Haunetals Bürgermeister Gerd Lang einen endgültigen Schlussstrich unter den seit Jahren schwelenden Nachbarschaftsstreit wegen des Neubaus in Rhina.

„Ich konnte mich lange nicht dazu äußern, weil noch Gerichtsverfahren anhängig waren“, erklärte Lang. Inzwischen seien alle Strafanzeigen eingestellt worden. Lang sprach von einem „Glaubenskrieg“ zwischen der Familie Rohrbach und einigen Nachbarn, die immer wieder mit rechtlichen Mitteln gegen den Neubau vorgegangen waren. „Ich möchte einen Schlussstrich drunter ziehen, in Zukunft werde ich prüfen, ob weitere Vorwürfe strafrechtlich relevant sind“, warnte der Bürgermeister.

Streit hinterlässt Spuren

IBR-Geschäftsführer Robert Rohrbach, der die Firma aufgebaut hat und gemeinsam mit seinen beiden Söhnen leitet, ist anzumerken, dass der jahrelange Nachbarschaftsstreit Spuren hinterlassen hat. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Gemeinde früher auf diese unsinnigen Vorwürfe und Behauptungen reagiert hätte.“ Rohrbach, der selbst aus Rhina stammt, stand vor der Wahl, in seinem Heimatort zu bauen oder nach Bad Hersfeld abzuwandern, wo er am Europa-Kreisel bereits entsprechende Gewerbefläche angeboten bekommen hatte. Er habe aber entschieden, in seinem Heimatort zu bleiben, zumal auch viele der rund 30 Mitarbeiter dort wohnen.

Der Neubau sei notwendig gewesen, um auf dem Markt bestehen zu können. Gut 70 Prozent des Geschäfts mache die IBR im Ausland, vor allem in Südost-Asien. „Entweder wir machen etwas oder unsere Mitbewerber“, erklärt Rohrbach, der in dem neuen Firmengebäude mit hochmodernen Fertigungs- und Kalibriermaschinen arbeitet.

Repräsentativer Neubau

„Wir haben hier ein repräsentatives und hochwertiges Gebäude und keine Wellblechhütten aufgebaut“, betont Rohrbach dessen eigenes Wohnhaus, wie auch die Häuser der beiden Söhnen, direkt neben dem Firmengelände liegen. Durch den Neubau entstünden keine höheren Emissionen oder Lärmbelästigungen für die Nachbarschaft, versichert der Diplom-Ingenieur.

Bürgermeister Gerd Lang ist froh, eine Firma wie IBR – die natürlich auch ein wichtiger Gewerbesteuerzahler ist – in Haunetal halten zu können. Er will die Firma künftig nach Kräften unterstützen. „Deshalb stelle ich mich auch jetzt bewusst vor IBR, aber auch vor meine Mitarbeiter im Rathaus“, sagt Lang. Er hofft, dass der Streit um den Neubau nun endlich beendet ist.

Kommentare