SPD und GfH stimmten für Personalangelegenheit - CDU war dagegen

Der Neue darf kommen: Knappe Mehrheit für E-11-Stelle in Haunetaler Bauverwaltung

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Warb für die zusätzliche E-11-Stelle in der Verwaltung: Haunetals Bürgermeister Gerd Lang.

Wehrda. Wertvolle Chance oder teures Vergnügen? Mit knapper Mehrheit haben die Haunetaler Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Wehrda dem Plan des Gemeindervorstands zugestimmt, die längst beschlossene, aber immer noch unbesetzte zusätzliche Stelle in der Verwaltung in die Entgeltgruppe 11 zu überführen.

Bisher war dafür eine Bezahlung nach der Entgeltgruppe 9 vorgesehen (wir berichteten).

Acht Stimmen dafür kamen von SPD und GfH zusammen, nur sechs dagegen von der CDU-Fraktion. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte nach ebenfalls kontroverser Diskussion mit drei zu zwei Stimmen die Ablehnung empfohlen.

Eingestellt werden soll laut Bürgermeister Gerd Lang ein Mitarbeiter, der bisher vom Landkreis abgeordnet war und nicht nur über sehr gute Qualifikationen verfüge, sondern sich auch hervorragend bewährt habe. Schon jetzt habe er durch seine Mitarbeit finanzielle Vorteile für die Gemeinde erreichen können, etwa beim Hochbehälter Neukirchen und beim Gewerbegebiet. „Die sich aus der höheren Entgeltgruppe ergebenden Mehrkosten von circa 21 000 Euro pro Jahr können durch die höhere Fachkompetenz kompensiert werden“, heißt es in der Begründung.

Als Architekt könne der Mann zum Beispiel Baumaßnahmen selbst betreuen. Zudem wurde ein Kompromiss gefunden, indem eine andere Mitarbeiterin ihre Stelle um 25 Prozent reduziert. Dieser Wunsch habe ohnehin bestanden, erklärte Lang. Die Stelle des Bauamtsleiters ist inzwischen bereits neu besetzt worden.

„Eigentlich kann uns gar nichts besseres passieren“, hatte Ursula Wichmann (GfH) für die Zustimmung zu der Personalangelegenheit geworben, wenngleich man auch innerhalb der Fraktion kontrovers diskutiert habe.

„Wir müssen jetzt handeln“, meinte auch Hein-Peter Möller (SPD), der auf die Notwendigkeit von zusätzlichem qualifizierten Personal und die große Zahl der Überstunden in der Verwaltung verwies.

Den Nutzen wollte Andreas Kimpel (CDU) nicht in Abrede stellen, allerdings „nicht zu jedem Preis“. Schon jetzt hätten die Personalkosten den Höchststand erreicht, gleichzeitig sei die Einwohnerzahl der Marktgemeinde unter 3000 gesunken. Man solle nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen, so Kimpel mit Blick auf einen Antrag seiner Fraktion zur Bildung einer Arbeitsgruppe, die Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit ausloten soll.

Diesem stimmten die Gemeindevertreter schließlich einstimmig zu. Bis Ende 2016 soll ein Zwischenbericht vorliegen. (nm)

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