Wetterhahn und goldene Kugel schon von weitem zu sehen

Kleiner Festakt: Kirchturmsanierung in Odensachsen ist abgeschlossen

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Freuen sich in luftiger Höhe über das Ende des ersten Bauabschnitts: Kirchenältester Kurt Hesse, Pfarrer Thomas Funk, Architekt Jürgen Krieg, das Team der Firma Petzenberger sowie Bauleiterin Nicole Dehler und Vikarin Susann Häßelbarth (von links).

Odensachsen. Der Turm der Odensachsener Kirche ist nicht nur saniert, sondern auch wieder komplett: Im Beisein von einigen Gemeindegliedern und Vertretern der beteiligten Firmen ist am Mittwoch die Bekrönung wieder aufgesetzt worden – bestehend aus einer goldenen Kugel und einem Wetterhahn.

In den kommenden Tagen wird das Gerüst rund um den Turm abgebaut, und auch die Glocken sollen bald wieder erklingen.

Pfarrer Thomas Funk freute sich, dass „die Gemeinde so regen Anteil nimmt“ und dass die Zeit ohne Glocken nun bald vorbei sei – schließlich fehle das Läuten nicht nur im Gottesdienst, sondern auch im Alltag, erinnere es doch etwa auch ans Mittagessen, so Funk schmunzelnd. Sein Dank galt allen Beteiligten und Gott. Denn Gott sei Dank habe es bisher keine Unfälle gegeben.

Gestört wurde der kleine Festakt allein vom Regen, der just zur Turmbesteigung einsetzte. Die Firma Petzenberger aus Unteralba hatte die goldene Schmuckkugel, die gleichzeitig ein konstruktives Element ist, wie Architekt Jürgen Krieg erklärte, wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen. Auf die Spitze transportiert wurde sie gut verpackt in schützender Folie.

Auch der Wetterhahn, der mit der Wasserwaage justiert wurde, ist nun wieder von weitem zu sehen. Eine Hersfelder Zeitung, ein Dokument zur Bauchronik und ein bisschen Kleingeld wanderten für die Nachwelt mit in die Kugel.

2010 waren starke Schäden durch holzzerstörende Insekten und Pilze am Turm festgestellt worden, die eine Notsicherung zur Folge hatten, berichtete Funk in einem kurzen Abriss der Ereignisse. In den Folgejahren verschlechterte sich der Zustand weiter.

2015 erhielt die Kirchengemeinde schließlich das Ok für die Sanierung, mit der dann im Spätsommer 2015 begonnen wurde. Die Baukosten betragen circa 340 000 Euro, die zu unterschiedlichen Anteilen von der Gemeinde, vom Kirchenkreis und der Landeskirche übernommen werden (unsere Zeitung berichtete).

Mit der Turmsanierung ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Im zweiten Schritt werden jetzt die Dachkonstruktion und die Dachhaut des Kirchschiffes erneuert, denn auch dort wurden Schäden festgestellt. Mit den Arbeiten ist bereits begonnen worden. In einem dritten Bauabschnitt soll mit Hilfe von Spenden schließlich die Innensanierung folgen, für die im Vorgriff bereits die Bemalung an der Holztonne restauratorisch gesichert und Fehlstellen retuschiert wurden.

Ein großer Erfolg gewesen sei das kürzlich vorgestellte Spendenprojekt „Engelretter“ (HZ berichtete ebenfalls) – alle Motive waren innerhalb kurzer Zeit „verkauft“, verkündete Pfarrer Funk am Rande des Festakts. (nm)

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