Abendgottesdienst zur Wiedereinweihung von Orgel und Kirchenkeller

Kirche in Rhina komplett renoviert

Gottesdienst zur Wiedereinweihung der Orgel und des Kirchenkellers in Rhina: Für den Gesang sorgte der Chor CantaRhina. Im Vordergrund das Pfarrerehepaar Merle und Steffen Blum. Foto: Jeuthner
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Gottesdienst zur Wiedereinweihung der Orgel und des Kirchenkellers in Rhina: Für den Gesang sorgte der Chor CantaRhina. Im Vordergrund das Pfarrerehepaar Merle und Steffen Blum.

Rhina. In der evangelischen Kirche in Rhina sind nun auch der Kirchenkeller wieder hergestellt und die Orgel überarbeitet worden. Beides wurde anlässlich eines Gottesdienstes wieder „in Betrieb“ genommen. Damit sei die Renovierung dieser Kirche nun komplett abgeschlossen, erklärte Pfarrer Steffen Blum. Besonders erfreulich sei, dass die Rhinaer trotzdem weiter spendeten, nun eben für die Sanierung des Kirchengebäudes in Wehrda. Das zeige der Spendeneingang nach dem letzten Aufruf im Herbst.

Pfarrerin Merle Blum hatte die Gemeinde zuvor begrüßt und regte an zu überlegen, was man sich für das neue Jahr wünsche, diese Wünsche zu konkretisieren und die vielen positiven Dinge, die es im Umfeld gebe, zu erkennen und anzunehmen.

Große Heiterkeit bei den Besuchern rief das lustige Zwiegespräch zwischen Kirchenkeller (Pfarrer Steffen Blum) und „neuer“ Orgel (Pfarrerin Merle Blum) hervor. Es ging darum, wer wohl der Wichtigere in dieser Kirche sei. Die Orgel gab an, die Königin der Instrumente zu sein und von allen gehört zu werden, der Keller hingegen murrte, er sei schon immer dagewesen und schon immer Bestandteil dieser Kirche gewesen, nur könne man einen Keller eben nicht hören. Schließlich einigten sich Keller und Orgel, sie seien einfach beide wichtig. „Zuerst kommen die Menschen zu mir,“ meinte die Orgel, „um mich zu hören und dann zu dir, um sich zu unterhalten und einander zu begegnen.“

Den Beweis einer sehr gelungenen Orgelsanierung erbrachte Orgelbaumeister Peter Kozeluh von der Rotenburger Orgelwerkstatt mit dem wohl bekanntesten Orgelwerk europäischer Kunstmusik, Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge d-Moll BWV 565“. Bei der Werksführung der Orgel gab er an, dass das Instrument überarbeitet worden sei und im Rahmen dieser Generalsanierung ein neues Gehäuse erhalten habe. Die sichtbaren Prospektpfeifen seien ebenfalls erneuert worden.

Im Kirchenkeller war der zig Zentimeter dicke Putz von den Wänden abgeschlagen und das ursprüngliche Mauerwerk wieder freigelegt worden. Eine entsprechende Belüftung des Raumes soll nun verhindern, dass wieder Feuchtigkeit eindringt und die Nutzung wie in der Vergangenheit unmöglich macht. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst neben dem Orgelspiel durch den stimmgewaltigen Chor „CantaRhina“ unter der Leitung von Sebastian Bethge.

Von Elfriede Jeuthner

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