Bürgermeister will sich derzeit nicht äußern - Anwohner wollen weiterhin nicht aufgeben

IBR-Bau in Rhina sorgt weiter für Unmut

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Der Neubau der Firma IBR Messtechnik in Rhina kurz vor der Fertigstellung.

Rhina. Der Neubau der Firma IBR Messtechnik in Rhina sorgt auch weiterhin für Unmut bei allen Beteiligten.

Nachdem die CDU-Fraktion in der April-Sitzung der Haunetaler Gemeindevertreter eine Anfrage bezüglich des umstrittenen Neubaus der Firma IBR Messtechnik in Rhina gestellt hatte, gab Haunetals Bürgermeister Gerd Lang darauf nun vorerst nur eine Antwort: kein Kommentar. Vor dem Abschluss des laufenden Verfahrens wolle man sich nicht positionieren, erklärte der Verwaltungschef.

Das Vorhaben hatte schon bei Baubeginn für Ärger gesorgt. Einige Anwohner fühlen sich zudem getäuscht, ihrer Meinung nach liegt dem Bau-Projekt ein gefälschter Bebauungsplan zugrunde (wir berichteten mehrfach). Das „Industriegebäude“ sei zu groß und habe nichts in einem Mischgebiet zu suchen. Sie werfen unter anderem Haunetals Ex-Bürgermeister Hein-Peter Möller (SPD) Urkundenfälschung im Amt vor und unterstellten auch der damaligen Gemeindevertretung sowie einer Architektin Fehler. Erfolg vor Gericht hatten sie bisher allerdings nicht.

Nicht zufrieden mit der Auskunft Langs war nun Timo Lübeck (CDU), der um den Ruf des Firmeninhabers fürchtet. „Ich vermisse eine Aussage zu dem angeblichen Schwarzbau“, kritisierte er. Auch die SPD hatte sich bereits hinter die Firma IBR gestellt und unter anderem auf die Arbeitsplätze verwiesen, die durch die Rufschädigung gefährdet werden könnten.

Inwieweit die Ermittlungen überhaupt noch laufen, ist indes offenbar unklar, nachdem die klagenden Anwohner zuletzt erneut Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens eingelegt hatten. Während Anwohnerin Ilse Trott angibt, die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt habe das Verfahren Ende April eingestellt, und das wisse auch Gerd Lang, will man davon in der Gemeindeverwaltung nichts wissen. Und solange man dort als nicht direkt betroffene Partei nichts anderes höre, gehe man von einem schwebenden Verfahren aus. Das ursprünglich angestrengte Verfahren war in Fulda anhängig.

Die Beschwerdeführer wollen jedenfalls nicht aufgeben. „Wir wollen auch den Flächennutzungsplan sehen“, berichtet Trott. Der amtierende Bürgermeister blocke allerdings alles ab, zudem kündigte Trott weitere Anzeigen wegen Rechtsbeugung an. (nm)

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