Daten sollen bei der exakten Bestimmung der Abbaufelder helfen

Fachleute untersuchen in Wehrda für K+S den Untergrund

Exakt: Jens Germann misst mit seinem Gravimeter die geringfügigen Schwerkraft-Änderungen, die durch Dichteunterschiede im Untergrund hervorgerufen werden. Die meisten dieser Geräte arbeiten nach dem Prinzip der Federwaage – aber wesentlich sensibler. Foto: rey
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Exakt: Jens Germann misst mit seinem Gravimeter die geringfügigen Schwerkraft-Änderungen, die durch Dichteunterschiede im Untergrund hervorgerufen werden. Die meisten dieser Geräte arbeiten nach dem Prinzip der Federwaage – aber wesentlich sensibler.

Wehrda. Zwei Mitarbeiter der GGL Geophysik und Geotechnik GmbH aus Leipzig sind noch bis Ende der kommenden Woche im Haunetal zwischen Wehrda und Rothenkirchen unterwegs, um für den Auftraggeber K+S gravimetrische Messungen vorzunehmen.

Die Aufgabe von Florian Köllner und Jens Germann besteht darin, die äußeren Ränder der in der Tiefe vorhandenen Salzlagerstätten ausfindig zu machen.

Bei Wehrda befinden sich die beiden Fachleute am westlichsten Bereich der Salzlagerstätten. Die Ergebnisse von 170 Messpunkten werden Germann und Köllner nach Abschluss ihrer Untersuchungen an ihren Rechnern in Leipzig aufarbeiten und die Ergebnisse an den Düngemittelhersteller übermitteln.

Hilfe für Markscheider

Die von den Mitarbeitern der GGL gewonnenen Daten sollen den Markscheidern später bei der exakten Bestimmung der Abbaufelder behilflich sein. K+S will die bis nach Fulda hinunterreichenden Salzlagerstätten (Marbacher Feld) in den kommenden Jahrzehnten abbauen und die gewonnenen Rohstoffe weiter auf dem Kalimarkt veräußern. Derzeit befinden sich die Bergleute im Bereich Buchenau. Pro Jahr kommen sie tief unter der Erde mit dem Salzabbau etwa 300 Meter voran.

Von Mario Reymond

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