Freie Wähler aus Eiterfeld sehen Soisdorf ausreichend beachtet – Ruhls Rücktritt Thema

FWG ärgert „Kleinreden“

Das Foto zeigt (von links) Leonhard Hohmann, Erhard Henkel, Elmar Hartmann, Christine Volkenand, Waltraud Sorian, Theodor Kohlmann und Hubert Schmelz. Foto: nh

Eiterfeld. Das „Kleinreden von wohlwollenden Vereinsförderungen und geplanten Investitionen für Soisdorf“ sowie der Rücktritt von Oskar Ruhl (FWG) als Vorsitzender der Gemeindevertretung Eiterfeld und die Rückgabe seines Mandats waren die vorherrschenden Themen bei der Jahreshauptversammlung der FWG Eiterfeld.

Bei seinem Veranstaltungs-Rückblick hob der Vorstandsvorsitzende des FWG-Gemeindeverbandes, Theodor Kohlmann, den Vortrag von Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (Parteiunabhängig) am politischen Aschermittwoch zur ärztlichen Versorgung auf dem Land hervor. Dieses Thema spiele mit Blick auf die demografische Entwicklung und die Tatsache, dass in Eiterfeld zwei Ärzte über 60 Jahre alt sind, eine große Rolle.

Im Rahmen des Berichts der FWG-Fraktion in der Gemeindevertretung bedauerte Theodor Kohlmann nochmals den Rücktritt von Oskar Ruhl und dessen Rückzug aus der Gemeindevertretung (die HZ berichtete). Ruhl habe sein Amt gewissenhaft und neutral ausgefüllt.

Mit dem Ankauf der Erweiterungsfläche hinter dem Sportlerheim von Soisdorf für rund 20 000 Euro, der beschlossenen zehnprozentigen Vereinsförderung in Höhe von 12 000 Euro und der geplanten Zugabe von 10 000 Euro für die Kanalverlegung, nannte Kohlmann ein Beispiel, wie „Zuwendungen zu Unrecht klein geredet“ würden. Eine weitergehende Förderung wäre gegenüber den anderen Vereinen nicht zu rechtfertigen gewesen. Auch den Vorwurf, dass für Soisdorf allgemein zu wenig getan werde, könne er nicht nachvollziehen. Gerade in Soisdorf sei im Zuge der Arbeiten an der Vachaer Straße die Erneuerung der Wasserleitung, des Kanals und eine teilweise Erneuerung der Gehwege mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 400 000 geplant. Darin enthalten sei auch die Umsetzung einer Fahrbahnverengung , die bei einer Anliegerversammlung ausdrücklich gewünscht worden sei.

Kohlmann ging auch auf die Lenkungsgruppe (IKEK) ein, in der er und Elmar Hartmann für die FWG im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes 2012 tätig sind. Es müssten dringend die zukünftigen Leerstände in den Dörfern ermittelt werden, außerdem müssten die Ortskerne durch Neubauten und andere Maßnahmen wieder zum Leben erweckt werden. Es würde nichts bringen, das Leben in die Neubaugebiete zu verlagern und die Ortskerne sterben zu lassen.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Christine Volkenand und Elmar Hartmann geehrt, Waltraud Sorian und Erhard Henkel sind seit 15 Jahren dabei. Für alle gab es Urkunden im Namen des Landesvorsitzenden und Ehrennadeln. (red/nm)

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