Das Wasser wird seit einiger Zeit gechlort - Die Gesundheit sei nicht gefährdet

Tiefbrunnen in Eitra wird wegen Keimbelastung umgebaut

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Im Tiefbrunnen in Eitra sind bei 22 und 36 Grad immer wieder erhöhte Kolonienzahlen aufgrund von Keimen festgestellt worden. Nun soll umgebaut werden.

Eitra. Weil seit einiger Zeit im Tiefbrunnen und im Hochbehälter in Eitra bei bestimmten Temperaturen erhöhte Kolonienzahlen festgestellt werden, soll dieser nun kurzfristig umgebaut werden. Hervorgerufen werden die erhöhten Werte durch Keime.

Um eine Gefährdung der Verbraucher zu verhindern, wird das Trinkwasser in Absprache mit dem Fachdienst Gesundheit beim Landkreis deshalb bereits seit einiger Zeit gechlort.

Die Ursache für die Keimbelastung der Wasserversorgungsanlagen, die seit Ende vergangenen Jahres Probleme bereitet, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden, erläuterte Frank Röth vom Haunecker Bauamt auf Nachfrage. Er weist außerdem darauf hin, dass die gemessenen Werte lediglich etwas über den in der Trinkwasserverodnung festgeschriebenen liegen. „Aber wir wollen natürlich kein Risiko eingehen“, so Röth.

In anderen Kommunen würde das Wasser im Übrigen immer gechlort, in Hauneck sei das aber normalerweise nicht der Fall.

Betroffenen ist laut Röth etwa die Hälfte der Haunecker Bürger. Versorgt werden über die Anlagen in Eitra die Ortsteile Eitra, Oberhaun, Sieglos und Fischbach.

Keimbelastung gesenkt

Bei den bisherigen Untersuchungen sei festgestellt worden, dass die Verunreinigung des geförderten Rohwassers zu Beginn eines Pumpintervalls höher ist als am Ende. Aus diesem Grund sei zunächst ein provisorischer Frequenzumrichter eingebaut worden, der die Leistung der Pumpe herabsetzt und das Pumpintervall verlängert. „Hierdurch konnte die Keimbelastung zwar gesenkt, aber noch nicht auf das durch die Trinkwasserverordnung, vorgegebene Maß herabgesetzt werden“, berichtet Röth.

In enger Zusammenarbeit mit der übergeordneten Behörde und Fachfirmen sind nun kurzfristig Umbauarbeiten ausgeschrieben und vergeben worden. Unter anderem sollen ein Zähler und Ventile ausgetauscht beziehungsweise eingebaut werden. „Wir hoffen, es so in den Griff zu bekommen“, erklärt der Leiter des Bauamt.

Für die bereits vergebenen Arbeiten fallen laut Röth Kosten in Höhe von rund 6000 Euro an. Sollten weitere Maßnahmen nötig sein, könnte sich die Summe auf 10 000 bis 12 000 Euro erhöhen. Weil entsprechende Mittel aber bereits im Haushaltsplan der Gemeinde enthalten seien, stelle das jedoch kein Problem dar, versichert Röth mit Blick auf die mehr oder weniger unvorhergesehenen Kosten für die Gemeinde.

Mit den Arbeiten soll in der kommenden Woche begonnen werden. Anschließend werde die Trinkwasserqualität erneut überprüft, und sobald die Versorgungseinrichtungen wieder ohne Desinfektion betrieben werden könnten, werde die Chlorung eingestellt. Bis dahin werden die betroffenen Verbraucher weiterhin um Verständnis gebeten. (nm)

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