Haunecker Haushalt beschlossene Sache – Geteilte Meinung zu Kunstrasen für B-Platz

Große Ehre für Ruppel

Georg Ruppel (Mitte) wurde von Stephan Bolender, Vorsitzender der Gemeindevertretung (links), und Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann in das Amt des Ersten Beigeordneten eingeführt. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde eine Kunstrasen-Probe begutachtet (Foto rechts). Fotos: Maaz

Oberhaun. Der Haunecker Haushalt für 2015 und das Investitionsprogramm für die Jahre 2014 bis 2018 sind drei Wochen nach der Einbringung durch Bürgermeister Harald Preßmann beschlossene Sache. In ihrer Sitzung am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Oberhaun stimmten die Gemeindevertreter beidem zu.

Als „gelungenes Werk“ bezeichnete Klaus Fetten (FWG) den Haushalt, der bei Erträgen in Höhe von 5 337 637 Euro und Aufwendungen von 5 304 156 Euro im Ergebnis immerhin einen kleinen Überschuss von rund 33 000 Euro aufweist (HZ berichtete). „Es ist zu erkennen, dass wir etwas für unsere Infrastruktur tun“, sagte Marcel Nieding (SPD) mit Blick auf das Investitionsprogramm, das unter anderem Kanalsanierungen in allen Ortsteilen vorsieht.

Strittige Punkte bei den Investitionen seien bei der interfraktionellen Beratung lediglich die geplante Erneuerung des Fußbodens im alten Gebäude der Kita Villa Kunterbunt für rund 63 000 Euro sowie das Vorhaben, den B-Platz der Sportanlage Hauneck mit Kunstrasen auszustatten, gewesen, wie Bürgermeister Preßmann berichtete.

Als „Abrundung“ des Neu- und Umbaus der Kita bezeichnete Nieding die Erneuerung des Linoleumfußbodens: „Das sollten wir machen.“

Geteilte Meinungen gibt es auch zu den Plänen, den bisher eher notdürftig als Rasenplatz angelegten B-Platz mit Kunstrasen auszustatten, wenn die zweckgebundenen Entschädigungszahlungen in der erwarteten Höhe gezahlt werden. Harald Preßmann betrachtet diese Lösung als langfristig günstiger und weniger pflegeintensiv und betonte im Haupt- und Finanzausschuss, dass der Platz vielfältig genutzt werden könnte. Bedenken hat etwa Arno Seegebarth, Mitglied im Gemeindevorstand. Er zweifelt an der Kosten-Nutzen-Rechnung vor allem mit Blick auf die Zukunft der Vereine im Zuge des fortschreitenden domgrafischen Wandels. Etwa 145 000 Euro würde das Vorhaben kosten, profitieren würde davon natürlich auch der SV Unterhaun.

Feierlich wurde es am Mittwoch, als Georg Ruppel (SPD) in das Ehrenamt des Ersten Beigeordneten eingeführt wurde. Er folgt damit Hans-Jürgen Nieding, der Ende Januar unerwartet verstorben war. Ruppel bezeichnete seine Ernennung als große Ehre, wenngleich sich diese unter den gegebenen Umständen sicher niemand wünsche. Ruppel war von der SPD-Fraktion einstimmig bestimmt worden, und „wenn die Pflicht ruft, sollte man sich nicht verweigern“, so Ruppel in seiner rührigen Ansprache.

Von Nadine Maaz

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