Eiterfelder Gemeindevertreter tagten – Kritik an Rollatorweg für „Die Brücke“

Zuschuss umstritten

Eiterfeld. Die Eiterfelder Gemeindevertreter haben dem SC Blau-Weiß Soisdorf einen Zuschuss von 22 000 Euro für den Bau eines Vereinsheimes gewährt. Doch es gab auch kritische Stimmen.

Zwar votierte die große Mehrheit von CDU und FWG/SPD dafür, doch Artur Storch (Grüne) war dagegen, und Stefan Dietrich (FWG) enthielt sich. Dieser erklärte ironisch: „Hoffentlich geht der demografische Wandel an Soisdorf vorbei.“ Konkreter wurde Storch. Er ist der Ansicht, dass dieses Vorhaben zu groß für den kleinen Verein sei. Zudem sei anfangs die Rede von 120 000 Euro Kosten gewesen, jetzt spreche man von 212 000 Euro. Das Vorhaben sei vielleicht für den Verein gut, aber angesichts des IKEK-Prozesses, der Antworten für die Zukunft eines ganzen Dorfes geben solle, dürfe man solche Vorhaben nicht isoliert betrachten, sondern müsse sie in ein Gesamtkonzept einbinden. Denn nun stelle sich die Frage, was eigentlich aus dem Dorfgemeinschaftshaus werde.

Hubert Wittner (SPD) warnte davor, alles zu zerreden. Der SC habe das gleiche Recht wie alle anderen Vereine, sich ein Heim zu schaffen. Im Übrigen trage der SC nun alle Risiken und Kosten. Theodor Kohlmann (FWG) erklärte, er ziehe den Hut vor dem Verein. Der Zuschuss sei gerechtfertigt, weil der SC die Jugend fördere. Gert Oehrling sagte, die CDU habe den Verein von Anfang an unterstützt. Es handele sich um eine „schlagkräftige Truppe“, die sich selbst sehr stark einbringe. Das sei unterstützenswert. Das Vereinsheim fördere und verbessere die Gemeinschaft. Zu den Gesamtkosten von 212 000 Euro erwartet der Verein Zuschüsse aus unterschiedlichen Töpfen in Höhe von insgesamt 100 000 Euro.

Weg befestigen

Der Antrag von FWG/SPD, den Wirtschaftsweg Ebertsgraben in Eiterfeld zu befestigen, damit Senioren darauf mit Rollatoren laufen können, wurde in die Ausschüsse und an den Ortsbeirat verwiesen. Zuvor hatten sich aber CDU und Grüne kritisch geäußert. So sagte Gert Oehrling, die Idee sei nicht schlecht, aber der Weg diene dann offensichtlich nur den Bewohnern des Seniorenheims „Die Brücke“. Dann solle der Betreiber aber auch die Kosten für die 200 Meter Weg zahlen. Dieser Antrag fand keine Mehrheit. Kohlmann versicherte, er habe nur das Wohl der Senioren im Blick gehabt.

Die Gemeinde Eiterfeld verbraucht dank Energiesparlampen und nächtlicher Abschaltung einzelner Röhren in diesem Jahr 78 000 Kilowatt Strom weniger für die Straßenlaternen als früher. Das sagte Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) auf eine FWG/SPD-Anfrage. Allerdings seien die Kosten wegen gestiegener Strompreise nur um 6000 Euro gesunken. Die Umrüstung der Lampen sei abgeschlossen. Sollten Lampen komplett ausgetauscht werden müssen, werde man auf die noch sparsamere LED-Technik setzen, so Scheich.

Von Alexander Gies

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