Haunetaler entscheiden wohl am 22. Januar

„Zusammenarbeit hat sich verbessert“

Haunetal. Über den Antrag von Haunetals Bürgermeister Stefan Euler auf Ausscheiden aus dem Amt (HZ berichtete) stimmen die Vertreter der Marktgemeinde in einer Sondersitzung voraussichtlich am Mittwoch, 22. Januar, ab 20 Uhr im Bürgerhaus Neukirchen ab.

CDU sieht Verbesserungen

Bei einem Gespräch mit der Kommunalaufsicht am Montag seien die Möglichkeiten und Kosten erörtert worden. Nun beraten sich die Fraktionen. „Wir wissen momentan nicht, wo die Reise hingeht“, so Volker Heise, Hauptamtsleiter der Haunetaler Verwaltung. Ob Euler am 22. Januar auch an der Sitzung teilnehmen wird, ist noch ungewiss.

Die CDU, deren Fraktionsvorsitzender Andreas Kimpel als einer der Ersten von Eulers Antrag erfahren hatte, hat sich bereits am Montagabend zusammengesetzt. Zu Eulers Wunsch nach einer „Fraktion der Vernünftigen“ für Haunetal teilt Kimpel mit: „Die CDU-Fraktion ist der Meinung, dass der überwiegende Teil unserer Gemeindevertreter, egal welcher Fraktion sie angehören, durchaus sehr vernünftig sind und vernünftige Beschlüsse fassen.“ Die Zusammenarbeit habe sich in Abwesenheit des Bürgermeisters zudem deutlich verbessert, die Arbeit im Gemeindevorstand sei ebenfalls konstruktiver geworden. „Jedoch sollte Herr Euler nicht vergessen, dass es unterschiedliche Meinungen immer geben darf und muss, schließlich macht dies unsere Demokratie aus“, so Kimpel.

Das Hauptproblem liege derzeit im krankheitsbedingten Fehlen des Bürgermeisters. Die CDU-Fraktion stehe weiterhin für eine Zusammenarbeit mit Euler. Um über den Antrag entscheiden zu können, sei es jedoch notwendig zu wissen, wie es um dessen Dienstfähigkeit bestellt sei. (red/nm)

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