Haunecker Stückgut-Logistiker 24plus knackt erstmals wieder magische Marke

Zurück zur alten Herrlichkeit

24plus-Geschäftsführer Peter Baumann (rechts) und Steffen Renner, der Leiter des Hub-Betriebs in Hauneck. Foto: Hornickel

UNTERHAUN. Die in Hauneck ansässige Stückgutkooperation 24plus logistics network hat im Jahr 2011 ein deutliches Wachstum erzielt.

24plus knackte 2011 erstmals seit 2008 wieder die Marke von sieben Millionen Sendungen. Die Tonnage stieg auf 1 749 500 Tonnen. Die Zahl der ans Netzwerk angeschlossenen Partnerbetriebe blieb gleich. Sowohl die Zahl der Sendungen als auch die Tonnage stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent.

Das berichtete jetzt Geschäftsführer Peter Baumann.

Der Gruppenumsatz lag 2011 bei 446,5 Millionen Euro, damit lag die im 24plus-Netz erzielte Leistung nur knapp unter dem bisherigen Rekordjahr 2008, in dem die Kooperation einen Netzwerkumsatz von 454,7 Millionen Euro erreichte. 2011 lag die Leistung im 24plus-Netz bei 420,6 Millionen Euro. „Wir haben mit diesem Wachstum von der guten Inlandsnachfrage und der intakten Industriekonjunktur in den meisten Ländern Europas profitiert“, erklärt 24plus-Geschäftsführer Peter Baumann. Allerdings, so Baumann, seien die Preise nach wie vor zu niedrig, um die Mehrkosten der Stückgutspediteure aufzufangen.

Weniger Umladungen

Bei der Verteilung der Mengen wurden 2011 mit 310 000 Tonnen etwa 18 Prozent über Zentralumschläge verteilt. 1,44 Millionen Tonnen liefen über die 500 Direktverkehre der Partner-Speditionen In den Vorjahren lag der Anteil der Hubverkehre bei rund 20 Prozent. Das Zentralhub bewältigte 2011 wie in den Vorjahren durchschnittlich etwas mehr als 800 Tonnen pro Nacht, in den beiden Regionalhubs in Langenhagen und Ludwigsburg wurden tagesdurchschnittlich jeweils rund 200 Tonnen umgeschlagen. „Dies ist eine gesunde und erfreuliche Entwicklung“, betont Baumann.

„Gut ausgelastete Direktverkehre sind bei der Wirtschaftlichkeit den Hubverkehren deutlich überlegen.“

Neue Partner 2012

Für 2012 erwartet 24plus eine Abkühlung der Konjunktur, rechnet aber mit einem Umsatzwachstum von vier Prozent. Ursächlich dafür sind ein geringes Mengenwachstum, höhere Preise und die Vergrößerung des Netzwerks von 64 Partnern im Jahr 2011 auf aktuell 66. Im Januar 2012 stieß die Adolf Schuck Transport + Logistik GmbH mit Sitz in Stockstadt zu 24plus, im Februar 2012 trat die Gödecke Logistik AB mit Sitz in Malmö als Partner für Schweden dem Netzwerk bei.

Weitere Wachstumsimpulse sollen die IT-Investitionen liefern.

Anfang 2012 ging im Netz von 24plus eine neue Intranetlösung für den Datenaustausch zwischen den Partnern in Betrieb. Bis zur Jahresmitte wird das bisher browserbasierte Beschaffungslogistiksystem Prolog komplett in die IT-Architektur integriert werden und ein System zum Palettenclearing in den Betrieb gehen. Im weiteren Jahresverlauf wird das Palettenclearing zu einem Behältermanagementsystem erweitert, in dem im Rahmen von kundenspezifischen Projekten Behälter erfasst, verfolgt und verwaltet werden können. Mit dem Behältermanagementsystem zielt 24plus auf die Bereiche Automotive und die Chemische Industrie.

Von Kurt Hornickel

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