Haunecker Vertreter stimmen dem Haushalt einstimmig zu – Bürgermeister vereidigt

Zufrieden, aber vorsichtig

Für sechs weitere Jahre vereidigt: Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann (Mitte). Links Georg Ruppel (Erster Beigeordneter) , rechts Stephan Bolender (Vorsitzender der Gemeindevertretung). Preßmann war als einziger Kandidat am 8. November mit 84,6 Prozent wiedergewählt worden. Foto: Maaz

Oberhaun. Keinen Diskussionsbedarf hatten die Haunecker Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend in Oberhaun, als es um die Genehmigung des Haushalts für 2016 und das Investitionsprogramm für die Jahre 2016 bis 2019 ging. Und auch im Haupt- und Finanzausschuss war das Thema eigentlich keines mehr gewesen.

Zum einen war das Zahlenwerk bereits interfraktionell beraten worden, zum anderen bot der ausgeglichene Haushalt kaum Anlass für Diskussionen. Der Beschluss und auch das Investitionsprogramm wurden somit einstimmig beschlossen.

Eingebracht und erläutert hatte Bürgermeister Harald Preßmann den Haushalt, der mit einem Plus in Höhe von 122 444 Euro abschließt und sogar die Tilgung von Krediten möglich macht, Anfang des Monats. 5,8 Millionen Euro an Erträgen stehen 5,7 Millionen Euro an Aufwendungen gegenüber. Die größten Projekte im Investitionshaushalt sind Kanalsanierungen, der so gut wie abgeschlossene Neubau des DGH Eitra und Restarbeiten an der Sportanlage Hauneck (wir berichteten bereits).

„Wir können zufrieden sein, das steht außer Frage“, lobte der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Bachmann den eingeschlagenen Weg der Konsolidierung. Dennoch müsse man sich bewusst sein, dass manche Faktoren nicht beeinflussbar seien, wie höhere Schlüsselzuweisungen oder Gewerbesteuern. Zudem bedeute eine verbesserte Ertragslage immer auch ein Dilemma: nämlich die Mehrbelastung an anderer Stelle, wie bei der Schul- oder Kreisumlage. Es gelte deshalb, weiter an der sparsamen Haushaltspolitik festzuhalten und die Bürger so wenig wie möglich zu belasten. Dem konnten und wollten dann auch die Vorsitzenden der FWG-Fraktion, Klaus Fetten, und der CDU-Fraktion, Rolf Döring, nichts mehr hinzufügen.

Zum Ende der Sitzung wurde es schließlich feierlich. Auf der Tagesordnung standen die Einführung, Verpflichtung, Ernennung und Vereidigung von Bürgermeister Harald Preßmann, der im November mit 84,6 Prozent ohne Gegenkandidaten wiedergewählt worden war. Von allen Seiten gab es gute Wünsche, Dank und Präsente. Da war sogar ein „alter Hase“ wie Harald Preßmann kur

z vor Ostern sichtlich gerührt. Er erneuerte zudem noch einmal seine Ankündigung, nach den nun kommenden sechs Jahren nicht noch für eine vierte Amtszeit kandidieren zu wollen. „Das ist ein Versprechen und keine Drohung“, sagte Preßmann schmunzelnd. In Hauneck Kurz notiert

Von Nadine Maaz

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