Theatergruppe spielt „Männer im Herbst“

Von Zoff und Zärtlichkeit

Eine starke Truppe: Das Bild zeigt von links sitzend Michael Hofmann, Gertrud Hofmann, Christa Kalb; stehend Michaela Vogt, Claudia Hofmann, Wigbert Kalb, Gisela Lohfink, Andreas Bott, Fabian Bott und Nicole Diwisch. Foto: Desoi

Dittlofrod. Mit vier Aufführungen des Stückes „Männer im Herbst“ von Bernd Kietzke verwöhnt die Theatergruppe Dittlofrod/Körnbach ihr Publikum in der kargen Fastenzeit. Die erste Aufführung findet am Samstag, 28. Februar, im Dorfgemeinschaftshaus Dittlofrod (Eiterfeld) statt.

Das Stück spielte schon auf großen Theaterbühnen. Mit eingebautem Dialekt haben es die Theaterspieler gekonnt regionalisiert. Damit hat das Stück seine eigene Note.

Der Macho und das Weichei

Es geht um Liebe, Hochzeit, Krach und Scheidung. Das Stück bietet Einblicke in den sehr persönlichen Zoff dreier Paare im mittleren Alter um die 50. Zwei sehr unterschiedliche Männer – Macho Charly Schulze und Weichei Tizian von Bumboldt – von ihren Frauen verstoßen, raufen sich notgedrungen in einer Wohngemeinschaft zusammen und entwickeln lange verschollen geglaubte Selbständigkeit, gepaart mit einem unglaublichen Überlebenswillen.

Auch zwischen dem Pensionspaar Berta und Heinz Backes entlädt sich so manches Gewitter. Berta: „Mein Mann, der Möchtegernspekulant, hat unser ganzes Geld an der Börse verzockt. Der sichere Tipp kam von einem Skatbruder aus der Finanzverwaltung. Jetzt spielt der Golf mit Uli Hoeneß.“

Doch was tut Frau in so einem Fall: Den Mann rausschmeißen oder jahrelang Vorhaltungen machen? Berta entscheidet sich für Letzteres. Und das artet in so manche Stichelei aus: „Der hat offene Stellen vom Rumsitzen, dass manches Arbeitsamt neidisch wäre.“

Männer blühen auf

Charly und Tizian blühen ohne das Joch der Ehe auf. Besuche der Noch-Ehefrauen Constanze und Elvira, die nach einem hohen Unterhalt gieren, sind die einzigen Wolken am Himmel. Und natürlich deren eiskalte und rücksichtslose Rechtsanwältin Verena Trenner. Kaum entwickelt sich Harmonie zwischen den Paaren, weiß sie einen neuen Keil der Zwietracht zu treiben. Frei nach dem Motto: Man heiratet nach oben, wirtschaftet zur Seite und lässt ihn dann nach unten fallen. Schließlich klingelt bei Trenner die Kasse, wenn es zur Scheidung kommt.

Von all den Streitigkeiten wollen die jungen Leute Lilli Backes und der Postbote Jens nichts wissen. Sie verstehen auch die anzüglichen Witze nicht wie: „Sex wird mit den Jahren immer ausgefallener. Erst fällt der Montag aus, dann fällt der Dienstag aus.“ Nach vielem Versteckspiel zeigen Lilli und Jens ihre Liebe ganz offen. Und ohne es selbst zu bemerken, werden Charly und Tizian zu Lebenskünstlern, die das Leben aller Beteiligten in die richtigen Bahnen lenken.

Die Aufführungen finden im Dorfgemeinschaftshaus Dittlofrod (Eiterfeld) statt. Die Termine: Samstag, 28. Februar, Sonntag, 1. März, Samstag, 7. März und Sonntag, 8. März. Samstags beginnen die Aufführungen um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr. (chd)  hintergrund

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