Umbau des DGH Odensachsen stockt wegen eines Baufehlers – Bürgermeister will Gutachter beauftragen

Zank um zu kurzen Balken

Odensachsen. Ein zu kurz abgeschnittener Holzbalken sorgt derzeit für Verdruss beim Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Odensachsen. Im Mittelbau mit Flachdach liegt der Balken nicht mehr auf der Außenwand auf. Haunetals Bürgermeister Gerd Lang will nun einen Gutachter einschalten, um die Schuldfrage zu klären und eine tragfähige Lösung erarbeiten zu lassen.

Aufgefallen ist das Missgeschick gegen Ende September, seitdem herrscht zumindest im Mittelbau ein Baustopp. Die restlichen Arbeiten werden fortgesetzt. Ein Prüfstatiker habe der Gemeinde bereits mitgeteilt, dass es gravierend sei, dass die lastabtragenden Balken keine Randauflager haben. Das verkündete Lang in der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Er vermutet fehlende Kommunikation zwischen den am Bau beteiligten Firmen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Kauffunger wittert „Pfusch am Bau“.

Architekt Elmar Wald sieht das anders. Dem Zimmermann sei zwar ein Fehler unterlaufen, grundsätzlich habe aber jede Firma das Recht, auf ihre Kosten nachzubessern. Das Einschalten eines weiteren Gutachters hält er für unnötig. Es seien bereits verschiedene einfache Lösungen diskutiert und vorgeschlagen worden, die völlig ausreichen würden.

Architekt sieht Lösung

Dass sich die Gemeinde diesen verweigere, verstehe er nicht. „Alles andere ist unverhältnismäßig“, so Wald. Änderungen gebe es überdies beim Bauen fast immer.

Bürgermeister Lang will auf Nummer sicher gehen. „Halbseidene Lösungen kommen für uns nicht in Frage“, stellt er klar. Es gibt aber auch gute Nachrichten aus Odensachsen. „Ich bin sehr erfreut über die bisher getätigten Eigenleistungen der freiwilligen Helfer“, lobt Architekt Wald. Diese seien sehr engagiert. Zumal es sehr lange gedauert habe, bis eine im Kostenrahmen liegende Lösung für den Umbau im Rahmen der Dorferneuerung gefunden wurde.

Mitte Juli konnte mit den Eigenleistungen begonnen werden, Anfang August wurde das Gerüst aufgestellt. Die Baufirmen sind seit Mitte August aktiv. Das neue Gebäude wurde aus den vorhandenen Gebäudeumrissen entwickelt.

Der Jugendraum bleibt unverändert. Hier werden laut Wald nur die Dacheindeckung mit Zinkblech und die Außendämmung erneuert. Der vorhandene Saal erhält ein Satteldach mit Ziegeleindeckung. Im ehemaligen Schlachtraum wird die Küche angeordnet. Im mittleren Gebäudeteil entstehen die Toiletten mit Behindertentoilette. Zwischen Saal und Küche sollen der Thekenbereich, ein Stuhllager und ein Clubraum entstehen. Auf der hinteren Grünfläche sind eine Außenterrasse und Platz für ein Festzelt, ein Spielplatz und Stellplätze vorgesehen.

Im Frühjahr will man fertig sein – wenn alles nach Plan läuft.

Von Nadine Maaz

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