Auf die Eiterfelder Bürger kommen höhrere Kosten für Frisch- und Abwasser zu

Zank um Gebührenerhöhung

Eiterfeld. Das Wasser wird teurer: Auf die Eiterfelder Bürger kommen höhere Gebühren zu. Sowohl die Versorgung mit Frischwasser als auch die Entsorgung des Abwassers wird zukünftig mehr kosten. Zudem soll in der Marktgemeinde spätenstens ab dem 1. Januar 2015 die sogenannte gesplittete Abwassergebühr eingeführt werden (siehe 2. Text).

Darüber entschieden die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend, die nicht ohne politischen Konkurrenzkampf über die Bühne ging.

Defizit im Haushalt

Notwendig werden die Erhöhungen, weil die Gebührenhaushalte bislang nicht ausgeglichen sind. Außerdem hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren erheblich in das Abwassersystem sowie die Kläranlagen investiert.

Der Preis pro Kubikmeter Frischwasser lag bislang bei 1,45 Euro, er wird nun um 17 Cent auf 1,62 Euro erhöht. Der Abwasser-Preis pro Kubikmeter steigt von 2,69 Euro auf 3,87 Euro (plus 1,18 Euro).

„Die Gebührenerhöhungen sind für die Bürger keine schöne Sache, aber sie sind notwendig“, erklärte der FWG-Fraktionsvorsitzende Theodor Kohlmann. Das Wasser sei ein hohes Gut, es müsse gewährleistet sein, dass es sauber jedes Haus erreiche. Auch Artur Storch sprach sich im Namen der Grünen für die Erhöhungen aus. „Wir müssen jetzt die Chance ergreifen, möglichst viele Defizite abzubauen“, wies er auf die seiner Meinung nach längst überfällige Haushaltskonsolidierung hin.

Die Entscheidung, die Frischwassergebühr zu erhöhen, fällten die Eiterfelder Gemeindevertreter einstimmig, bei der Abwasserpreiserhöhung gingen die Meinungen hingegen weit auseinder.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gert Oehrling sagte: „Das ist eine drastische Erhöhung und eigentlich müsste sie noch höher ausfallen.“ Er kritisierte aber, dass sie erst jetzt und auf einen Schlag komme. „Die Entwicklung der Gebührenhaushalte war lange abzusehen, aber Sie haben sich jahrelang gedrückt“, warf er der poltischen Konkurrenz Wahlkampftaktik vor. Auch wenn die Erhöhung nötig sei, könne seine Partei deshalb nicht zustimmen. Ähnlich äußerte sich Artur Storch als Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Die zeitweise aufgeheizte Stimmung feuerten Zwischenrufe wie „Geschwätz“ oder „Dummheit“ an. Da konnten sich auch die diesmal zahlreicher anwesenden Zuhörer das Schmunzeln nicht verkneifen.

Mit 18 Ja-Stimmen von FWG, SPD und Grünen  sowie zwölf Nein-Stimmen der CDU wurde der Beschluss, auch die Entwässerungssatzung entsprechend zu ändern, aber dennoch gefasst. Bei 13 Enthaltungen wurde zudem einem Ergänzungsantrag Storchs zugestimmt, der die Satzung zunächst bis zum 31. Dezember 2013 zeitlich begrenzt. Dann soll diese erneut geprüft werden.

Von Nadine Maaz

Kommentare