Alter Friedhof in Großentaft wurde zur Urnengrabstätte umgestaltet und eingeweiht

Ein würdiger Rahmen

Pfarrer Rudolf Zeller segnete die Urnengrabfelder. Foto: Burkhardt

Großentaft. Die angemessene Umgestaltung des alten Friedhofs in Großentaft zu einer Urnengrabstätte ist abgeschlossen. Pfarrer Rudolf Zeller segnete diese kürzlich nach einem Gottesdienst und im Beisein von Mitgliedern der katholischen Pfarrgemeinde. Die Kosten betrugen rund 35 000 Euro. Umgeben von einer alten Sandsteinmauer hinter der Pfarrkirche St. Joseph wurden der ehemalige Friedhof saniert und Grabfelder für zunächst 38 Einzel- und 18 Doppelurnengräber geschaffen, die für eine sofortige Inanspruchnahme vorbereitet sind.

Pfarrer Zeller hatte dem Kirchenvorstand gegenüber eine solche Anlage vorgeschlagen. Aus der Kirchengemeinde heraus war bereits der Wunsch, hier Urnengräber zu schaffen, geäußert worden. Außerdem soll damit der alte Friedhof dauerhaft in einem würdigen und gepflegten Rahmen erhalten bleiben.

Zentraler Aufstellplatz

Laut Planer Alexander Witzel, dem stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Markus Kübchen und Karl Sauerbier entstand vor dem Hochkreuz auf dem Friedhof ein zirka 54 Quadratmeter zentraler Aufstellplatz für die Trauerfeier. Vorhandene Gräber und Gedenksteine wurden neu gruppiert, Wege neu angelegt und Pflanzen gesetzt. Fünf Soldatengräber bliebenen an ihrem Standort. Grabsteine erinnern gleich neben dem Aufstellplatz an die hier beigesetzten ehemaligen Großentafter Geistlichen. Ebenso ist hier ein weiterer Gedenkstein den Barmherzigen Schwestern gewidmet, für deren einst segensreiche Tätigkeit in Großentaft.

Die Einzelreihengrabstätten haben eine jeweils gleiche Größe von 60 mal 60 Zentimetern, die Doppelreihengrabstätten von 120 mal 60 Zentimetern. Jede Urnengrabstätte wird mit einer bodengleich eingelegten Schriftplatte aus Natursandstein oder Eifelbasalt in der Größe 50 mal 50 mal acht Zentimeter belegt.

Auf den Schriftplatten sollen die Namen, Geburts- und Sterbedatum oder Geburts- und Sterbejahr stehen. Auf Wunsch könne zusätzlich der Beruf oder auch ein christliches Symbol aufgebracht werden. Grabeinfassungen jeder Art oder Bepflanzungen sind nicht zugelassen. Die Ruhefrist bis zur Wiederbelegung einer Grabstätte beträgt 25 Jahre. Danach besteht die Möglichkeit, die Urnengrabstätte neu zu erwerben.

Laut Karl Sauerbier haben in letzter Zeit die Beisetzungen Verstorbener in Urnengräbern enorm zugenommen. Weil heute viele Nachkommen oft weit weg vom ehemaligen Zuhause wohnen und einer Grabpflege womöglich nicht in der gebührenden Form nachkommen können, entscheide man sich vermehrt für Feuerbestattungen. In Großentaft komme man mit der neuen Anlage auch ehemaligen Bürgern des Dorfes entgegen, die nach ihrem Tod gerne in der Heimat beigesetzt sein möchten. (bh)

Kommentare