Pacht für Fläche in Stärklos verringert und Anteil erhöht – Vertreter entscheiden am 13. Oktober

Windkraft in Stärklos: Neues Angebot

+

Stärklos. Nach dem Beschluss in der jüngsten Gemeindevertretersitzung hat der Haunetaler Gemeindevorstand noch einmal mit den Vertretern des Gemeindenutznießerwalds Stärklos über die Höhe der Pacht für die Errichtung einer Windkraftanlage verhandelt (wir berichteten). Mit dem Ergebnis, dass nun eine Pacht in Höhe von gleichbleibend 7200 Euro statt 10 000 Euro pro Jahr zur Debatte steht.

Die Laufzeit des Pachtvertrags würde beginnen, wenn das Windrad gebaut wird und bei Beendigung der Energieerzeugung auslaufen. Bis dahin wäre der Vertrag nicht kündbar. Die Marktgemeinde als Pächter wäre berechtigt, auf dem betroffenen Waldgrundstück eine Windkraftanlage errichten zu lassen.

Die Mitglieder der Waldgemeinschaft – zu der auch die Marktgemeinde mit einem Anteil 1 zu 24 gehört – haben als sogenannte Nutznießer ein Recht an der Fläche. Über die Höhe der Pacht und den Anteil für die Marktgemeinde am Erlös aus der Windkraft hatte es in der jüngsten Gemeindevertretersitzung unterschiedliche Meinungen gegeben, sodass es zu keiner Einigung kam. Erneute Verhandlungen sollten ein für die Gemeinde besseres Ergebnis hervorbringen.

An Erlös stünde der Marktgemeinde nun ein Anteil von 44,2 Prozent zu. Der Erlös aus einer weiteren im gleichen Bereich geplanten Anlage stünde allen Nutznießern entsprechend ihrem jeweiligen Anteil zu.

Über den Pachtvertrag beraten und beschließen müssen die Gemeindevertreter in einer Sondersitzung am Dienstag, 13. Oktober, ab 20 Uhr im Bürgerhaus Neukirchen.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht dann auch noch einmal der Gestattungsvertrag zwischen der Marktgemeinde und der Juwi Energieprojekte GmbH. Es soll ein von der Stromproduktion abhängiges Nutzungsentgelt vereinbart werden, das vom ersten bis zum zehnten Betriebsjahr mindestens 39 000 Euro pro Windrad beträgt und mindestens 46 000 Euro ab dem elften Betriebsjahr.

Ingesamt plant die Firma Juwi sechs Anlagen im Vorranggebiet HEF_045, die allerdings noch nicht genehmigt sind. Über die Pläne hatten Vertreter von Juwi kürzlich in einer öffentlichen Informationsveranstaltung berichtet. Wer die Anlagen einmal betreiben könnte, ist ebenfalls noch offen. Möglich seien laut Juwi auch Bürgerbeteiligungen.

In Ludwigsau lässt Juwi derzeit ebenfalls Windkraftanlagen errichten. Die Arbeiten für die Zuwegung haben bereits begonnen. Sorgen und Kritik äußern vereinzelte Beobachter an der angeblich finanziell desolaten Situation des Unternehmens, das dies jedoch zurückweist. (nm)

Kommentare